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Dampfbahn-Route Sachsen

 

 

Gemeinsamer Verbands- und Delegiertentag

Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht von Freunden aus Österreich

Auf der Modellbaumesse in Wels treffen wir beim Stand des VOEMEC nicht nur auf Wieland Zimmer, sondern auch auf Michael Krumm, den Vorsitzenden des BDEF, der uns vom Delegiertentag in Chemnitz erzählt, der im Mai stattfinden soll. Er ermutigt uns, mitzufahren und etwas zögernd nehmen wir das Programm mit. Wir entscheiden uns auch zu Hause erst sehr knapp, aber das gebotene Rahmenprogramm ist so ansprechend, dass wir beschließen, die weite Reise auf uns zu nehmen.

 

 
 

Das Programm hätte schon Mittwochabend begonnen, aber wir können erst mit dem Nachtzug nach Dresden anreisen. Leider war kein Schlaf- oder Liegewagen mehr zu bekommen gewesen, und so kommen wir nach einigen interessanten Erlebnissen, knappen 3 Stunden Schlaf und einer halben Stunde Verspätung in Dresden an. Das gibt uns aber die Möglichkeit uns am Bahnhof ein gutes Frühstück zu besorgen, bevor der nächste Anschlusszug nach Chemnitz zu erreichen ist.

Dort ist es ziemlich frisch und wir beeilen uns, unser Hotel zu finden und haben Glück, auch gleich unsere Zimmer beziehen zu dürfen. Jetzt müssen wir nur noch das Kongresshotel finden, von wo aus alle Veranstaltungen starten. Nach einer längeren Suche ist es im Endeffekt schräg gegenüber unserem Hotel. Als wir von unserer Suche zurückkommen fährt uns gerade der Bus zum ersten Programmpunkt davon. Wir sind schon sehr enttäuscht, aber dann winkt uns Wieland Zimmer aus dem 4. Stock des Hotels und, außer, dass er sehr überrascht ist und sich freut uns hier zu sehen, beruhigt er uns auch, dass das erst der erste Bus war und dass gleich noch einer kommen wird. Wir gehen einmal in das Veranstaltungsbüro und bekommen Einiges an Unterlagen und Tagespläne für die kommenden Tage.

Hier muss einmal gesagt werden, dass diese Tage wirklich perfekt organisiert waren. Man wusste immer, wer wann wo sein sollte. Die vielen freiwilligen Mitarbeiter und Lukas (der "Bufdi"), der vor allem das "Damenprogramm" vorsorglich betreute, gaben uns immer das Gefühl, einfach durch die Tage getragen zu werden. Außerdem wurden wir "Außerirdische" – Österreicher – in keinem der genannten Vereine – einfach Interessierte, aber Mitglieder des VEF in Wien – wirklich herzlich in die große Runde aufgenommen.

 

Donnerstag, 14.05.2015

Im Bus ergattern wir drei Plätze in der ersten Reihe hinter dem Fahrer und es geht dahin.

Erster Programmpunkt ist heute die Besichtigung des sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf. Hier kann man sich zwischen zwei Führungen entscheiden. Nachdem es hier eine einmalige Seilablaufanlage gibt, die in naher Zukunft auch im Rahmen des Museums wieder teilweise in Betrieb gehen soll, entscheiden wir uns dazu. Wir sind die kleinere Gruppe. Die Führung ist auch für mich spannend und interessant und der junge Bursche, der uns die Anlage erklärt ist sehr engagiert und kompetent. Dann streifen wir noch ein bisschen alleine durch das Gelände und gehen zum Rundlokschuppen. Dort sehen wir auch, wie die Ferkeltaxen für uns auf der Drehscheibe gedreht und dann bereitgestellt werden. Nach kurzer Suche finde ich noch eine Bratwurstbude, um nicht ganz zu verhungern, dabei geht sich dann aber  leider kein Besuch der dortigen Modellbahnanlage aus.

Pünktlich – und das gilt auch für alle anderen An – und Abfahrten in dieser Woche – geht es weiter nach Schwarzenberg. Hier teilt sich die Gruppe wieder. Eine kleine Frauengruppe und ein Mann werden mit Taxis zur Burg hinaufgefahren. Die anderen fahren zum Eisenbahnmuseum Schwarzenberg.

Der Besuch der Burg steht leider unter ziemlichem Zeitdruck. Aufgrund der kleinen Anzahl unserer Gruppe (8 Personen) bekommen wir keine öffentliche Führung. Das Problem ist nur, dass uns die Führerin trotzdem eine kleine Einführung geben will, die aber 15-20 Minuten dauert und wir haben dann noch eine knappe Viertelstunde Zeit, um uns die schön gestalteten, mit Ausstellungen eingerichteten Räumlichkeiten anzuschauen. Drei Eindrücke bleiben aber hängen: die riesige Spieluhr, die vielen tollen Holzschnitzereien und die Produkte aus der Klöppelspitzerei. Viel zu schnell wird zum Aufbruch gerufen. Ich setze dann noch durch, dass wir die dortige Kirche besuchen, die mit Ihrer riesigen freitragenden Decke beeindruckt.

Dann geht es wieder zurück und mit dem Sonderzug weiter über eine schöne Strecke entlang des Schwarzwassers über Aue und Zwickau nach Chemnitz.

Am Abend ist ein Modellbahnforum angesetzt in Zusammenarbeit mit der Firma Auhagen. Aber Herbert meint, dass da nichts für ihn dabei sein wird und wir beschließen, gemütlich essen zu gehen. Wir machen uns frisch und gehen in Richtung Rathausplatz. Dort wird gerade ziemlich laut gefeiert und wir beschließen in den Rathauskeller zu gehen, der überraschend moderate Preise und gemütliche Sitzplätze hat. Das Essen ist gut, leider ist meine Schweinshaxe trotz vorherigem Versprechen gar nicht knusprig. Die Senfsuppe ist gewöhnungsbedürftig…

Wir gehen dann noch zurück zum Kongresshotel, wo gerade das Modellbahnforum zu Ende ist.  Herbert holt sich einige Auhagen-Kataloge und führt noch Fachgespräche.

Freitag, 15.05.2015

Wir haben wieder Glück und sind erst bei der zweiten Besichtigungstour eingeteilt und haben daher erst um 9.45 Uhr Treffpunkt. So gehen wir gemütlich um 8.30 zum Frühstück, dass alle drei Tage sehr gut und angenehm ist. Wir fahren dann mit der Straßenbahn zum Straßenbahnbetriebshof der CVAG Chemnitz-Adelsberg, allerdings müssen wir das letzte Stück mit einem Bus bewältigen, da nicht so viele Straßenbahnen heute verfügbar sind.

Das Museum selbst ist für mich nicht so interessant, aber die großen Betriebshallen beeindrucken doch. Ich entdecke eine liebevoll eingerichtete gemütliche Ecke mit Grünpflanzen, Büchern, Kalendern usw., die sich die Mitarbeiter zum Zurückziehen eingerichtet haben. Interessant ist auch, einmal eine Straßenbahn von unten sehen zu können bzw. die riesigen Wasch- und Spritzanlagen.

Der nächste Programmpunkt - Besichtigung des Sächsischen Industriemuseums Chemnitz – musste gestrichen werden. Als Alternative hätte man sich in Stollberg eine Modellbahnanlage anschauen können. Für unsere Gruppe war es aber dafür zu spät und so haben wir nur eine kurze Mittagspause beim Hotel, die wir dafür nutzen um uns am Marktplatz als Imbiss eine Bratwurst zu besorgen.

Um 13.20 ist Treffpunkt am Bahnhof zur Abfahrt mit der Erzgebirgsbahn durch das Zschopautal bis Bahnhof Erdmannsdorf-Augustusburg, wo wir das dortige Schloss besichtigen werden. Schon die Fahrt mit der Drahtseilbahn zum Schloss hinauf ist ein Erlebnis, während die Mitglieder des BDEF ihre Delegiertenversammlung abhalten.

Das letzte Stück geht es eine Viertelstunde noch zu Fuß hinauf. Wir nehmen uns Zeit und besichtigten die Kirche und die Gegend und gehen oben zuerst einmal um das Schloss herum. Da uns weder das Motorradmuseum noch das Schlossmuseum extra interessiert, außerdem war das Wetter einfach traumhaft schön, verwenden wir die Zeit bis zur offiziellen Führung mit Spazieren, Schauen und in der Sonne braten. Dir Führung ist nicht zu lang und kurzweilig. Die Zeit danach nutzen wir für eine gemütliche Besichtigung der Stadt Augustusburg, da dort auf jedem zweiten Haus eine ausführliche Beschreibung seiner Geschichte steht. Dieser Ausflug war wirklich wunderschön, vor allem weil kein Zeitdruck spürbar war.

Wieder zurück in Chemnitz gehen wir am Rathausplatz essen und nachher noch auf ein Eis.

Wir lassen diesen schönen Tag in der Hotellounge in einer gemütlichen Runde ausklingen, wo ich mir zum Aufwärmen und zur Verdauung einen Schnaps genehmige – Gute Nacht!

 

Samstag, 16.05.2015

Heute steht die Mitgliederversammlung des SMV auf dem Programm.

Alle, die nicht bei der Versammlung sind, treffen sich um 9.20 Uhr am Bahnhof für die große Rundfahrt mit der Zschopautalbahn bis Annaberg-Buchholz. Zunächst fährt nur ein Zug auf dem Bahnsteig ein, den sowohl wir, als auch die „normalen“ Fahrgäste stürmen. Dann sehen wir einen zweiten Triebwagen einfahren und teilen uns auf die Wagen auf. Lukas bringt alles wieder in Ordnung und verteilt die Gäste richtig. Vorne sind die „anderen“ hinten wir. Jetzt kann es losgehen. Die Fahrt ist wunderschön, sowohl vom Wetter, als auch von der Gegend her. In Annaberg-Buchholz holen uns 2 Busse ab, die uns nach Jöhstadt bringen. Hier werden wir mit einem Sonderdampfzug den Rest der Preßnitztalbahn von Jöhstadt nach Steinbach und zurück befahren. Zu Beginn dauert es noch einige Zeit, bis der Zug von seiner letzten Rundfahrt zurückkommt und wir können den Lokschuppen begutachten. Vor diesem  steht eine Lok beim Anheizen und nimmt Wasser. Als der Zug einfährt, führt er auch einen offenen Waggon mit, der von vielen Kindern besetzt ist. Die Lok holt dann noch den Salonwagen, der uns dann auch als Buffetwagen dient, und hängt ihn an. Bei der Hinfahrt geht es auch an der großen Wagenhalle vorbei, wo uns die Teilnehmer an der SMV-Versammlung aus den Fenstern winken. Ich sichere mir einen Platz auf einer Plattform um gute Sicht auf die schöne Gegend zu haben.

Wieder zurückgekehrt halten wir schon bei der Wagenhalle, wo wir mit Gulasch mit Klößen und Getränken erwartet werden. Es war wieder wunderbar organisiert. Ca. 160 Menschen wurden in kürzester Zeit mit warmem Essen und kalten Getränken versorgt. Nun folgen noch die  Schlussreden der Versammlung, im Rahmen derer auch ihr neuer Vorsitzender gewählt worden war (Anm. der Redaktion: ein Bericht über die Beschlüsse des Delegiertentages ist auch auf "SMV aktuell" veröffentlicht).

Die Busse bringen uns wieder nach Annaberg. Die Weiterfahrt für uns alle mit einem Sonderzug der Erzgebirgsbahn auf der Aussichtsbahn über Schlettau, Markersbach, Aue und Zwickau nach Chemnitz wurde diesmal auch mit einer genauen Streckenbeschreibung begleitet. Nach der Rückkehr gehe ich einmal duschen und Haare waschen. Dann ziehen wir uns um für den Abschlussabend im Kongresshotel und finden dort einen nette Tischrunde, bei der wir herzlich aufgenommen werden.

Zunächst gibt es zwei nicht zu lange Reden, wobei immer wieder betont wird, was für ein besonderes Ereignis die erstmals gemeinsam geplante und durchgeführte mehrtägige Tagung von BDEF und SMV gemeinsam war und ist, und dass sie weiterhin auf gute Freundschaft hoffen.

Das Buffet ist mit original sächsischen Spezialitäten bestückt, am besten schmeckt mir die Fettbemme, auf österreichisch Grammelschmalz.

Später setze ich mich zum Vorsitzenden des BDEF, der uns auch in Wels eingeladen hat, gratuliere zu der gelungenen Veranstaltung und bedanke mich nochmals für die Einladung. Dann wechsle ich zu dem Tisch, wo zwei der Organisatoren vom SMV, Jan Schulze und Carsten Vogel sitzen, und wir unterhalten uns lange. Späte setze ich mich an einen Tisch, der von bayrischen Landsleuten besetzt ist, da stoßen dann auch Herbert und Wieland dazu und es wird ein lustiger gemütlicher Abend. Kurz nach 23 Uhr ziehen wir uns zurück. Von einigen Teilnehmern müssen wir uns schon heute Abend verabschieden. Heute waren die meisten Teilnehmer anwesend, das Besondere daran war aber anscheinend, dass viele Mitglieder des SMV auch an zwei oder mehr Tagen teilgenommen haben.

 

Sonntag, 17.05.2015

Der letzte Tag steht ganz im Zeichen der Straßenbahn. Um 9.30 Uhr werden wir von einem Museumswagen vor dem Hotel abgeholt und machen damit eine Stadtrundfahrt, wo uns einiges zur Stadt und den Gebäuden erklärt wird. Trotzdem die Stadt im zweiten Weltkrieg fast vollkommen zerstört wurde, gibt es doch Manches zu entdecken und Einiges ist auch wieder aufgebaut worden.

Letztlich ist das Ziel dann das Straßenbahnmuseum, das noch viele Schmalspurwagen besitzt, die jetzt leider keine Sonderfahrten mehr im Stadtgebiet machen können, weil es keine Gleise mehr dafür gibt, sondern nur ein paar Meter im Bahnhofsgelände auf und ab fahren können. Herbert begutachtet natürlich ausführlich den Führerstand und darf auch ein paar Meter fahren.

Die Fahrzeuge sind liebevoll gepflegt und das Museum schön gestaltet.

Leider habe wir zu wenig Zeit es genau anzuschauen, weil wir noch die Modellbahnanlage Chemnitz besuchen wollen. Unsere Koffer hat Herbert schon in der Früh in die Gepäckaufbewahrung gebracht  und wir müssen um 13.30 Uhr unseren Zug erreichen.

Bei der sehr hübschen und schön gestalteten Anlage bekommen wir noch einen kleinen Imbiss – na klar – eine Bratwurst!

Dann müssen wir uns aber leider verabschieden. Bei der Rückfahrt geschieht nichts Aufregendes Mehr. Mit zweimaligem Umsteigen in Dresden und Brünn kommen wir um 22 Uhr in Wien Hauptbahnhof an und sind um 23.45 endgültig zu Hause.

Es waren tolle Tage und schöne Erlebnisse bei herrlichem Wetter. Ich habe das Gefühl zehn Tage weg gewesen zu sein. Wir haben viele neue Eisenbahnfreunde gefunden und waren sicher nicht das letzte Mal in Sachsen.

Wir sagen nur: Danke!

 

 

Text: Monika Harrer, Wien
Fotos: Nancy Tripke

 
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