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Dampfbahn-Route Sachsen

 

 

Tagung der TK des MOROP in Morges

Technischen Kommision trifft sich in der Schweiz

Am 15. und 16. April fand in Morges bei Lausanne in der Schweiz die 118. Tagung der TK des MOROP statt. 
Es waren 14 Teilnehmer angereist, die 11 Stimmrechte repräsentierten. Vom SMV waren Winfried Seewald und Karsten Flach dabei.

 

 
 

Aufgrund von an die TK herangetragenen Anfragen wurde die Schaffung einer Norm für Bahnsteige und Laderampen diskutiert. Nach ausgiebiger Diskussion soll dieses Thema zunächst zurückgestellt werden. Grund ist, dass einerseits die NEM 102 Umgrenzung des lichten Raumes bei gerader Gleisführung die Grenzmaße für diese Kanten in Höhe und Abstand bereits vorgibt und andererseits eine entsprechende NEM eine Vielzahl von länderspezifischen und epochespezifischen Varianten berücksichtigen müsste. Eine Zuarbeit dazu könnte nur und müsste von den Verbandsvertretern geleistet werden.
Dann stellt sich jedoch die Frage, ob eine solche Unterlage überhaupt Normstatus haben könnte oder ob es sich nicht vielmehr um eine Anleitung bzw. Richtlinie handeln würde. Das wäre wohl einfacher als eine verbandsinterne Unterlage zu erarbeiten. Die AGn des BDEF und SMV haben das für Deutschland bereits getan, dabei allerdings abweichend von NEM 102 Kantenabstände bis an die Fahrzeugumgrenzung heran zugelassen. Die dafür angestellten Überlegungen, die in dieser „Planungshilfe“ auch dargestellt sind, könnten in eine allgemeingültige NEM allerdings nur einfließen, wenn sichergestellt ist, dass der Spalt zwischen Lichtraum und Fahrzeugumgrenzung keinesfalls durch Toleranzen und Spiel des Fahrzeuges bzw. zwischen Fahrzeug und Gleis in Anspruch genommen wird.

Davon ausgehend soll nun die NEM 301 Fahrzeugumgrenzung untersucht werden, inwiefern daraus eine Fahrzeugumgrenzung definiert werden könnte und sollte, die nicht nur den festen Fahrzeugquerschnitt beschreibt, sondern auch alle fahrzeugeigenen Spiele und Toleranzen einschließt. Dann würden diese Einflüsse, die für sich genommen kaum normierbar sein dürften, innerhalb der Umgrenzung erfasst sein und der Abstand zu Lichtraumumgrenzung ein wirklicher Sicherheitsraum sein. Ob das insgesamt mit der notwendigen Einfachheit möglich ist und ob damit die vorhandenen Maße der NEM 301, die bekanntlich als großzügig gelten können, beibehalten werden können, muss im Einzelnen untersucht werden.
Die SMV tritt als Antragsteller für diese Revision auf und wird für die nächste Tagung einen entsprechenden Antrag formulieren und die avisierte Vorgehensweise darstellen.
In die notwendig folgenden Untersuchungen werden auch alle Mitgliedsverbände und damit deren Vereine einbezogen werden müssen, da auch die Spezifika der verschiedenen Länder und Erfahrungen mit allen Nenngrößen einfließen müssen. Schnell wird dieses Thema nicht bewältigt werden können, aber im Erfolgsfall könnte es ein großer Schritt in Richtung Vorbildnähe und realistischer Gestaltung sowohl von Fahrzeugen, als auch von Bahnsteigen werden.

In der NEM 103 Umgrenzung des lichten Raumes bei Gleisführung im Bogen und der NEM 112 Gleisabstände im Bogen sollten die „Interpolationshilfswerte“ unterhalb der zulässigen Mindestradien gemäß NEM 111 (wieder) eingefügt werden, aber so gekennzeichnet, dass sie als nicht direkt anwendbare Radien zu erkennen sind.
Durch eine Anfrage angeregt, wurde diskutiert, ob in NEM 103 anstelle der Zugrundelegung der Wagenkastenlänge für die Einteilung der Wagengruppen die Länge über Puffer verwendet werden sollte. Da hinsichtlich der Bogenerweiterungen die LüP nicht relevant ist, sondern nur die bis an die Außenbegrenzung reichenden Fahrzeugteile, wird der Begriff Kastenlänge als bestimmende Größe beibehalten.   
In der NEM 111 Kleinste Bogenradien wird zur besseren Klarstellung in Tabelle 2 die Spalte 3 aufgeteilt in eine für die Kastenlänge und eine für die LüP gültige. Zusätzlich soll eine dazu passende Anmerkung aufgenommen werden.

Zu der NEM 102 Umgrenzung des lichten Raumes bei gerader Gleisführung und der NEM 201 Fahrdrahtlage werden immer wieder Anfragen gestellt, ob das Einragen der niedrigsten Fahrdrahtlage in den Regellichtraum ein Fehler wäre. Das ist nicht der Fall, weil auch der Stromabnehmer einschließlich seiner Beweglichkeit und Toleranzen und unter Berücksichtigung des Anhubs der Fahrleitung „seinen Lichtraum“ haben muss.
Die funktionale Passfähigkeit der NEM-Werte ist gegeben. Allerdings sollen die Normwerte tatsächlich überprüft werden. Insbesondere unter den Gesichtspunkten Sicherheitsabstände, Stetigkeiten der Werte bei den verschiedenen Nenngrößen, evtl. Vergrößerungen der Mindestfahrdrahthöhe und Berücksichtigung der Maßstäbe 1:45 und 1:43,5 bei Nenngröße 0 könnten Verbesserungen erreicht werden. Zudem soll die bisher zu Verwechslungen führenden Maßbezeichnungen besser unterschieden werden.

Der vom BDEF vorgelegte Entwurf einer NEM 610 Stromversorgung der Modellbahnanlagen – Standard-Schutzkleinspannungsnetz wurde nach ausführlicher Diskussion wieder zurückgezogen. Grund ist, dass einerseits für diese Norm kein wirklicher Bedarf gesehen wird und andererseits Maßgaben früherer Sitzungen nicht umgesetzt wurden, wie z.B. der Wegfall der inzwischen unzeitgemäßen Wechselstrom-Einspeisung.

Die NEM 662 Elektrische Schnittstelle Next18 muss revidiert werden, um besser herauszustellen, dass die Schnittstellen Next18 und Next18S (Sound) so verschieden sind, dass Sounddecoder nur in Soundschnittstellen gesteckt werden dürfen und in beiden Richtungen kein Tausch mit Nicht-Sound-Decoder oder mit Fahrzeugen mit Nicht-Sound-Schnittstelle möglich ist. Das begründet sich darin, dass, anderes als bei allen anderen Schnittstellen, die Pin-Belegung für den Lautsprecher nicht auf sonst frei bleibenden Pin liegt, sondern auf solchen von Logik-Schaltausgängen. Im Verwechslungsfall könnten Hardwarekomponenten der Fahrzeuge sogar zerstört werden. Daher müssen auch die Hersteller verpflichtet werden, die verwendete Schnittstelle sowohl bei Fahrzeuge als auch bei Decodern exakt zu benennen.
   
Als neues, zu bearbeitendes Thema wird die Normung der Spannung am Gleis bei Digitalzugförderung gesehen. Die Angaben dazu in NEM 670 nehmen Bezug auf NEM 630, in der wegen der Gültigkeit für analoge Systeme kein Unterschied zwischen Spannung am Gleis und Spannung am Motor gemacht ist. Im Digitalbetrieb sind die Maßgaben des Decoderausgangs für die Spannung am Motor oder an entsprechenden Zubehöreinrichtungen (gem. NEM 611) mit diesen Werten identisch. Dagegen gibt es aber Bedarf, die Spannung am Ausgang der Zentrale = Eingang am Decoder zu normen, wobei die Maßgaben auch die Eigenheiten verschiedener Nenngrößen berücksichtigen sollen. Das sollte vorzugsweise in Form einer zusätzlichen NEM für digitale Zugförderung geschehen.



Am Rande der Tagung konnten 2 Informationszentren der SBB besucht werden, in denen das Bauvorhaben „Leman 2030“ vorgestellt wurde. Hierbei handelt es sich um große kapazitätserweiternde Baumaßnahmen im Raum Genf, Lausanne und Renens.    
Die nächste Tagung der TK findet im Rahmen des MOROP-Kongresses am 04. und 05.09.2016 in Wernigerode statt, in dessen Rahmen ein interessantes und vielfältiges Programm angeboten wird.

 

Text: Karsten Flach (Vertreter der SMV im MOROP)
Fotos: Karsten Flach

 
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