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50 Jahre Modelleisenbahnclub Geyer

Ein Denkmal prägt den Ort und den Verein

Es war im Oktober 1966, als sich in der erzgebirgischen Berg- und Bingestadt Geyer, unweit von Annaberg-Buchholz gelegen, neun Modell- und Eisenbahnfreunde zur Gründung der "AG Modelleisenbahnbau Geyer" – selbstverständlich unter dem Dach der Deutschen Modellbahner-Vereinigung (DMV) - trafen. Mit einem Startkapital von 10 Mark pro Mitglied wurde eine aus heutiger Sicht vergleichsweise bescheidene Grundlage geschaffen. Als "AG-Leiter", wie das damals im offiziellen Sprachgebrauch hieß, wurde der in der Region bekannte Modellbahnfreund Wolfgang Wolf gewählt. Als erstes Domizil konnten Räume im damaligen "Kulturhaus der Jugend" in Geyer gefunden werden.

 

 
 

Bereits im Februar 1967 wurde eine erste Ausstellung von Heimanlagen im Kulturhaus organisiert. Mit den Einnahmen sollten die Grundlagen für den geplanten Bau einer Gemeinschaftsanlage geschaffen werden. In den folgenden Jahren konnten in viele Ausstellungen die neu entstandenen kleineren Vereinsanlagen der Öffentlichkeit gezeigt werden. Nach mehreren Umzügen innerhalb des Kulturhauses entstand schließlich die fest installierte große H0/H0e-Anlage, die Generationen von Vereinsmitgliedern und unzähligen Besuchern die Faszination des Modellbahnhobbys näher brachte.

Natürlich schlug das Herz der AG-Mitglieder - unter ihnen auch viele "aktive" Eisenbahner - auch für das große Vorbild. Mit der Stilllegung der Schmalspurstrecke Thum – Geyer – Schönfeld-Wiesa im August 1967 wuchs der Wunsch, auf dem Geyerschen Bahnhof ein Denkmal zur Erinnerung an diese stadtprägende Zeit zu setzen. Auch spätere Generationen sollten an das Thumer Netz, das für viele Orte im Erzgebirge den Anschluss an die "große weite Welt" bedeutete, erinnert werden.

Mit der entsprechenden Hartnäckigkeit gelang es, einen typischen Personenwagen und einen "Packmeister" zu erwerben. Diese konnten dann mit den erforderlichen Sondergenehmigungen auf dem noch existierenden Gleis von Thum nach Geyer überführt werden. Vorher galt es aber noch, die mittlerweile teilweise zugewachsene Strecke wieder betriebsbereit zu machen und die Gleise an so einigen Straßen- und Wegübergängen aus Asphalt und Dreck hervorzuholen. Der Geyersche Modellbahnverein kann somit stolz für sich reklamieren, den wirklich letzten Zug mit dem Fahrtziel Geyer auf die Gleise gestellt zu haben. Dies geschah im Juni 1971.

Da zu einem kompletten Zug natürlich noch die Lok fehlte, wurden keine Mittel und Mühen gescheut, eine ausrangierte IV-K zu beschaffen. Im Februar 1976 war es dann endlich soweit. Von der DR wurde die "99 534" von Schönheide Ost nach Schönfeld-Wiesa überführt. Ein Weitertransport war nunmehr nur noch auf der Straße möglich. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde die IV-K im Mai 1976 per Tieflader an ihren letzten Standort transportiert. Mit welchem Enthusiasmus die ganze Vorbereitung und Durchführung erfolgte, zeigt sich allein daran, dass für diese Aktion kein Kran zur Verfügung stand. Das Verladen auf den Tieflader erfolgte durch schrittweises Anheben der Lok mittels Wagenhebern und Unterbau eines Schwellenstapels sowie Montage eines entsprechenden Gleisstückes.

Das entstandene Denkmal, das zu DDR-Zeiten noch die Auszeichnung als "Denkmal der Verkehrsgeschichte" erhielt, wurde in den Folgejahren weiter vervollständigt und auch heute noch gepflegt. Dahinter steckt ein enormer Aufwand, der ausschließlich durch die Vereinsmitglieder gestemmt wird und einen großen Teil der Vereinsarbeit, vor allem über die Sommermonate, in Anspruch nimmt.

Die Zeit nach der Wende und der Auflösung des DMV brachte für die Gruppe, die mittlerweile als "Modelleisenbahnclub Geyer e.V." (SMV044) firmierte, einige einschneidende Änderungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge mussten das angestammte Vereinsdomizil aufgegeben werden. Das lachende Auge schielte auf eine aussichtsreiche Alternative: den Lokschuppen am ehem. Bahnhof. Der war zwar mittlerweile recht marode aber stand nach dem "Niedergang" der Kalaschnikow-Produktion im nahen Gerätewerk zur Verfügung. Natürlich war es schön, dieses eigenständige Gebäude in unmittelbarer Nähe des Verkehrsdenkmales als neues Vereinsdomizil ausbauen zu dürfen. Für die damals sehr beliebte Vereinsanlage bedeutete dieser Umzug wegen der räumlichen Begebenheiten allerdings das "Aus".

Nach den ersten Sanierungsarbeiten wurde 1996 mit dem Bau einer neuen Modellbahnanlage begonnen. Sie ist nach einigen Um- und Anbauten auch heute noch die Basis der aktuellen Vereinsanlage. Die etwa 10 x 2,5 Meter große H0/H0e-Anlage hat als klassisches Motiv eine Hauptbahn mit einer abzweigenden Neben- sowie zweier Schmalspurstrecken. Nach einer anfänglichen analogen Steuerung wurde mittlerweile komplett auf digitalen Betrieb umgestellt. Dabei entstanden alle elektronischen Baugruppen mit Ausnahme der Lokdekoder im Eigenbau. Da eine Modellbahnanlage bekanntlich niemals fertig wird, haben die Vereinsmitglieder noch viele Ideen für Umbauten, Optimierungen, Änderungen. Aktuell wird allerdings fleißig am Einbau eines weiteren Ausstellungsraumes in den Lokschuppen gearbeitet. Dort soll eine H0e-Anlage als Nachbau des vom Abriss bedrohten Geyerschen Bahnhofes entstehen.

Wie bei vielen anderen Vereinen auch sind beim MEC Geyer Ausstellungen die Höhepunkte des Vereinslebens. Die finden in der Bergstadt immer zum traditionellen Weihnachtsmarkt am Wochenende des 4. Advents statt. In diesem Jahr ist das am 17. und 18. Dezember. Für Eisenbahnbegeisterte, die zwischen den Feiertagen Entzugserscheinungen haben, öffnen die Erzgebirgler nochmal am 28. Dezember 2016 die Tore zu ihrer Ausstellung im Lokschuppen. An allen Tagen ist von 13 bis 19 Uhr geöffnet.Und wer den Vereinsmitgliedern bei der Arbeit über die Schultern schauen möchte, kann an den Vereinsabenden, die immer donnerstags ab spätestens 19 Uhr stattfinden, am ehem. Lokschuppen, Bahnhofsstr. 13, in Geyer vorbeischauen. Kontakt zum Verein kann auch per E-Mail unter mec-geyer@t-online.de aufgenommen werden.

 

Text: MEC Geyer e.V. (SMV044)
Bilder: MEC Geyer e.V.

 
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