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MEC "Max Maria von Weber" in Dresden feiert 70. Jubiläum

Jubiläumsausstellung öffnet ab Ende Oktober

Es gibt nicht viele Modellbahngruppen, die heute auf ein 70-jähriges Jubiläum zurückblicken können. Denn rechnet man zurück, stellt man fest, dass die Gründung in die Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg fällt.

Die Dresdner Modellbahner des MEC "Max Maria von Weber" e.V. – wie sie sich heute nennen – feiern 2017 dennoch den 70. Geburtstag ihrer Gruppe. Ein Grund dafür, dass es bereits 1946 wieder Treffen von Modellbahnbegeisterten in Dresden gab, mag darin liegen, dass die Wurzeln des Vereins sogar noch weiter zurückreichen.

 

 
 

Denn die Anfänge eines Freundeskreises, der sich der Modelleisenbahn verschrieben hatte, gingen in Dresden bereits auf die 1930er Jahre zurück. Man traf sich damals im Restaurant "Louisenhof", dessen Inhaber Hansotto Voigt bereits zu jener Zeit ein begeisterter Anhänger dieses Hobbys war. Der 2. Weltkrieg setzte natürlich andere Prioritäten und erst in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1946 trafen sich einige derer, die diese schreckliche Zeit überlebt hatten, in der Nordhalle in Dresden (heute Militärhistorisches Museum) wieder. Hier fanden seit 1945 jährliche Weihnachtsmessen für die Dresdner Bevölkerung statt. Als Anziehungspunkt für die Kinder zeigte Hansotto Voigt hier eine große Modellbahn-Schauanlage. Unter den Beteiligten kam der Wunsch auf, wieder regelmäßige Zusammenkünfte abzuhalten.

Allerdings war die Bildung selbständiger Vereine durch die sowjetische Besatzungsmacht untersagt. Deshalb mussten andere Wege gefunden werden. Am 7. Dezember 1947 fand dann das Gründungstreffen der "Modellbahngruppe Dresden" im Rahmen der damaligen Kammer der Technik statt.

Am Anfang stand der Austausch im Mittelpunkt. In Vorträgen wurden den Mitgliedern und Freunden Wissen rund um das Eisenbahnwesen und zum Modellbau vermittelt. Im Jahr 1951 erhielt die Modellbahngruppe einen Teil der Räume des ehemaligen "Königstunnels" auf dem Bahnhof Dresden Neustadt zugeteilt. Dieser Tunnel war ursprünglich als separater Bahnsteigzugang für die Repräsentanten des sächsischen Hofes genutzt worden. 

Dort entstand dann auch die erste große Modellbahnanlage der Gruppe, die 1953 erstmals auf einer Ausstellung gezeigt wurde. Diese ca. 35 m² große, stationäre Anlage wurde ständig weiterentwickelt und konnte bis 2007 – also über 50 Jahre lang - auf den jährlichen Modelleisenbahnausstellungen im Neustädter Bahnhof besichtigt werden.

In der damaligen DDR bildeten sich im Laufe der Zeit eine größere Anzahl ähnlicher Freizeitgruppen. So kam das Bestreben nach einem eigenen Dachverband auf. Am 7. April 1962 wurde dann unter der Schirmherrschaft der Deutschen Reichsbahn der Deutsche Modelleisenbahnverband der DDR (DMV) gegründet. Aus der "Modellbahngruppe Dresden" wurde nun die Arbeitsgemeinschaft 3/9 des DMV. 

Auf Vorschlag des Präsidiums des DMV wurde der Gruppe 1968 eine besondere Ehre zuteil. Sie sollte künftig den Ehrennamen "Max Maria von Weber" tragen. Max Maria v. Weber, der Sohn des Komponisten Karl Maria v. Weber, machte sich als Ingenieur und Eisenbahnpionier in den frühen Jahren des sächsischen Eisenbahnwesens einen Namen.

Neben dem Bau an der Gemeinschaftsanlage standen auch regelmäßige Exkursionen zu verschiedenen Bahnen innerhalb der DDR aber auch ins damals noch tschechoslowakische Nachbarland organisiert. Regelmäßige Lichtbildvorträge und selbstverständlich auch gesellige Veranstaltungen ergänzten das Gemeinschaftsleben. 

Das Hauptaugenmerk richtete die Gruppe aber auf die jährlich stattfindenden Modelleisenbahnausstellungen, die in den eigenen Vereinsräumen stattfanden. Dabei wurde von Anfang an darauf Wert gelegt, neben der großen Gemeinschaftsanlage ein interessantes Rahmenprogramm zu präsentieren. Mit sehr viel Liebe und auch großem zeitlichen Aufwand wurden und werden jedes Jahr aktuelle Themen aus der Geschichte und der Entwicklung des Eisenbahnwesens beleuchtet. Auf Bildtafeln und in den Schauvitrinen können Ausstellungsbesucher stets etwas Neues entdecken. 

Das sich in den 1960er Jahren abzeichnende Ende vieler Schmalspurbahnen rückte das Thema schmalspurige Eisenbahnen auch bei den "Max-Marianern" in ein besonderes Blickfeld. Mit einer neuen, im Stil einer Waldbahn gestalteten Anlage in der damals noch recht seltenen Nenngröße H0e konnten sie sich erstmals auch als Gastaussteller bei befreundeten Modellbahnclubs präsentieren. Zwischen 1980 und 1985 entstand eine weitere H0e-Schmalspuranlage. Mit dem Nachbau des Bahnhofes Kesselsdorf der 1972 stillgelegten Schmalspurbahn Freital Potschappel – Wilsdruff – Nossen / Meißen setzten sie erstmals ein Motiv einer sächsischen Schmalspurstrecke ins Modell um. Die mittlerweile auch etwas betagte Anlage erweist sich immer wieder als Besuchermagnet. Auf verschiedensten Ausstellungen und Messen, u.a. auch in Leipzig und Dresden, können Besucher nochmals ein Stück sächsischer Sekundärbahngeschichte erleben. 

Wie bei vielen anderen Vereinen auch forderte die deutsche Wiedervereinigung bei den Dresdnern viele Veränderungen. Nach der Auflösung des DMV war eine neue rechtliche Struktur notwendig. Da ein erheblicher Anteil der Mitglieder Eisenbahner waren, formierten sich die Modellbahnfreunde 1991 als die Freizeitgruppe MEC "Max Maria von Weber" im Bahnsozialwerk der DR, das später in der Stiftung Bahn-Sozialwerk der Deutschen Bahn AG aufging. Noch Im gleichen Jahr trat die Gruppe dem neu gegründeten Dachverband der Sächsischen Modellbahner-Vereinigung bei. Schlussendlich folgte im Jahr 1992 die Eintragung des MEC "Max Maria von Weber" e.V. beim Registergericht Dresden. 

Die neue Zeit brachte aber auch mit sich, dass die alte stationäre Anlage perspektivisch keine große Zukunft mehr haben würde. So begann die Gruppe nach mehrjährigen Planungen im Jahr 1994 mit dem Bau einer neuen, etwa gleich großen aber transportablen Vereinsanlage in der Nenngröße H0. 

Das sich immer mehr verschlechternde Raumklima in den Vereinsräumen im Bahnhof Dresden Neustadt zwang den Verein 2007 zum Umzug in eine neue Unterkunft, die in einem Gebäude eines Dresdner Energieversorgers im Stadtteil Reick angemietet werden konnte. Damit war das Schicksal der alten Anlage besiegelt. Da diese Räume aber schon 2010 für einen gewerblichen Mieter benötigt wurden, war ein erneuter Umzug notwendig. Glücklicherweise bekannte sich der Energieversorger zum Verein und bot ihm in einem zentrumsnahmen Wohngebiet alternative Arbeitsräume an. In der Dürerstraße 22a arbeiten die "Max-Marianer" noch immer.

In den neuen Räumen werden nun seit 2011 auch wieder die jährlichen Modellbahnausstellungen in der bewährten Manier angeboten. Die reichlich 25 Vereinsmitglieder arbeiten ständig an der Vervollständigung der Vereinsgroßanlage und bieten den Besucher immer wieder Neuigkeiten.

Im Jubiläumsjahr werden die Tore im Vereinsheim (Dürerstr. 22a, 01069 Dresden) an allen Wochenenden vom 21.10. bis 12.11.2017 sowie am 31.10.2017, dem Reformationstag, geöffnet. Zu sehen gibt es neben der Großanlage in Spurgröße H0 auch den H0e-Nachbau des Bahnhofs Kesselsdorf und einen Überraschungsgast, der eine Anlage zum Thema "Opas Blechbahnen" zeigt. Viele Vitrinen und Schautafeln runden das Ganze ab. 

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich in jedem Fall. Die Mitglieder freuen sich anlässlich des 70. Geburtstages auf viele bekannte und neue Besucher.

Wer sich nicht bis dahin gedulden kann oder den Verein unterstützen möchte, kann auch zu den Vereinsabenden vorbeischauen. Die finden immer freitags (außer Feiertage), ab 15 Uhr, in den Räumen an der Dürerstraße statt. 

Weitere Informationen zum Verein und dessen Ausstellungen sind unter www.mec-weber-dresden.de zu finden.

Die SMV wünscht ihrem dienstältesten Verein für die Zukunft alles Gute und viel Freude und Erfolg bei der Ausübung des Hobbys – wenigstens bis zum 100. Jubiläum!

 

Text: Uwe Groth (SMV009)
Fotos: SMV009

 
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