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Großspuriges in Annaberg-Buchholz

Spur 1-Spaß trotz ausbleibender Besucher

Nach 2017 und 2019 veranstalte die Firma jübe-modelle aus Annaberg-Buchholz zum dritten Mal die Spur 1-Fahrtage im „Sportpark Grenzenlos“ der erzgebirgischen Kreisstadt. Vom 20. bis zum 25. Juli wurden insgesamt 128 Module von Teilnehmenden aus Annaberg-Buchholz, Schwedt/Oder, Thum/Erzgebirge und Werdau aufgebaut und zu einer einheitlichen Anlage verschraubt.

 

 
 

(Fast) Alle Modulteile wurden nach Motiven aus den verschiedenen ehemaligen Reichsbahndirektionen der DDR gestaltet. So waren das Bahnbetriebswerk Oschersleben (Bode) aus der Rbd Magdeburg, die ehemaligen Bahnhöfe Crottendorf ob. Bf und Walthersdorf/Erzgeb. aus der Rbd Dresden, der Bahnhof Klütz aus der Rbd Schwerin, der Haltepunkt Kriebitzsch aus der Rbd Halle, der ehemalige Haltepunkt Wüstermarke aus der Rbd Cottbus, der ehemalige Bahnhof Berlin Blankenfelde aus der Rbd Berlin sowie der Haltepunkt Obstfelderschmiede aus der Rbd Erfurt zu sehen. Ergänzt wurden diese Betriebsstellen durch zahlreiche Zwischenmodule, die ebenfalls Szenen aus der Wirklichkeit nachbildeten wie zum Beispiel die Brücken rund um den Bahnhof Walthersdorf.

Die Betriebsstellen waren deutlich weiter als 1,50 m entfernt, sodass die aktuell geltenden Abstandsregeln für die Betriebspersonale kein Problem waren. Besucher durften indes leider nicht zuschauen, aber so hatte die Tatsache, dass die Veranstaltung nur intern durchgeführt werden konnte, immerhin den Vorteil, dass auf das Anbringen des Abspannstoffes für die Module verzichtet werden konnte.

Am Montag nach dem Anliefern der Module konnten diese in vierstündiger Arbeit entsprechend dem vorher erstellten Gleisbild zusammengebaut und verdrahtet werden. So konnte gegen 18 Uhr die erste Lokomotive über die gesamte Anlage fahren. Das mechanische Zusammenführen der Module stellte weniger ein Problem dar als das elektrische Zusammenspiel, da es im vergangenen Jahr hierbei bereits zu Ausfällen von Fahrreglern kam. Doch die Auswertung der Probleme aus 2019 und die Veränderungen hatten sich ausgezahlt, sodass die Anlage über die gesamte Zeit ohne Ausfall und Verluste gearbeitet hat.

Der Dienstag wurde hauptsächlich dafür genutzt, kleine Unregelmäßigkeiten bei den Gleisübergängen zu beseitigen und die Ausstattung der Anlagenteile abzuschließen. Am Abend konnten alle mit dem Ergebnis zufrieden sein und sich auf ein paar schöne Tage aktiven Modellbahnbetriebes freuen.

Das Treffen 2020 stand ganz im Zeichen der Dieselloks. Insgesamt waren sieben Lokomotiven der Baureihe 118, drei Lokomotiven der Baureihe 132, drei Lokomotiven der Baureihe 106, zwei Lokomotiven der Baureihe 101 und eine Kö im Einsatz. Zusätzlich wurden noch Fahrzeuge der Baureihe 86 und 64 für den Regeldienst genutzt – alle anderen Dampflokomotiven blieben in den Bahnbetriebswerken.

Das Modell der Baureihe 118 in der Königsspur 1 stammt übrigens ganz aus der Nähe.  Von der Firma ModMaPe wurden in  Aue sowohl vier- als auch sechsachsige Exemplare entwickelt und gebaut. Alle Teilnehmenden hatten inzwischen eine dieser Lokomotiven erworben, und deshalb wurde das diesjährige Treffen zu einem Eldorado der „dicken Babelsbergerin“.

Im Laufe der Betriebstätigkeit wurden alle Gleis befahren und kleinere Korrekturen vorgenommen. Da beim nächsten Treffen – geplant für 2021 – abgesehen von einem kleinen Lokschuppen keine neuen Anlagenteile hinzukommen, war dies notwendig, um die Attraktivität des Fahrbetriebes weiter zu verbessern. Denn beim Treffen 2020 wurde noch „operativ“ gefahren. 2021 soll es dann einen Fahrplan geben. Dazu gehören Rangiermanöver genauso wie Lokwechsel in den Bahnhöfen mit Bahnbetriebswerken. Da es sich nun bewährt hat, wird das Gleisbild im kommenden Jahr fast genauso aussehen wie das vom zurückliegenden Treffen 2020.

Obwohl die Veranstaltung in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie eine interne Veranstaltung war, hatten alle Teilnehmer ihren Spaß und ihre Freude an dem Geschaffenen und dem ungetrübten Fahrvergnügen. Natürlich hätten wir gerne Zuschauer dabeigehabt, aber man muss sich eben arrangieren. Letztlich verbindet uns Modellbahnbegeistere ja die Freude am Basteln, Tüfteln und Fahren (von Außenstehenden auch gerne als „Spielen“ belächelt); und das kann etwas höchst Individuelles sein. Können wir diese Begeisterung mit anderen Teilen, die das Hobby dann durch Eintritte oder Spenden noch finanziell unterstützen, wird dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt.

Nun freuen sich alle schon auf die vierte Auflage dieser Fahrtage, geplant in der Zeit vom 16. bis zum 31. Juli 2021 an gleicher Stelle – dann hoffentlich wieder mit Publikum.

Text: Jürgen Berghäuser, editiert durch Lukas Junghanns
Fotos: Jürgen Berghäuser

 
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