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Fahrzeugmodellbau

Viele Modellbahnfreunde haben sich im Laufe der Jahre einen ansehnlichen Fahrzeugpark aus der Produktion von Piko, Gützold, Hruska, Schicht und Co. angeschafft, von dem sie sich nicht trennen möchten. Zum einen sind die Preise neuer Fahrzeuge nicht für jeden unserer Hobbykollegen erschwinglich. Zum Anderen sind mit vielen Stücken auch Erinnerungen verbunden, weswegen man sich von ihnen nicht trennen mag.


Eine umgerüstete Ludmilla

Steht jetzt der Neubau einer Anlage auf dem Plan, so bestimmt unter anderem auch der vorhandene Fahrzeugpark die Auswahl des Gleissystems. In unserem Fall hatte ein Modellbahnfreund unseres Vereins mit dem Ziel, seine Modelle aus DDR-Produktion einzusetzen, auf seiner H0-Heimanlage zielgerichtet das damals von Piko neu auf dem Markt eingeführte A-Gleis verbaut. Auf der clubeigenen H0-Anlage „Oberhafen 2", die kurz nach dem Neubeginn unserer Vereinstätigkeit 1996 begonnen wurde, wurde das damals neue Pilz-Elite-Gleismaterial verwendet. Da wir diese Anlage auch weiterhin analog mit klassischer Elektrik betreiben wollen, sollten auch Loks aus DDR-Produktion aus Clubbestand und Privatbesitz zum Einsatz kommen. Unser Testkandidat, die Lok 130 005-2 aus VEB-Piko-Produktion, machte bei ihren ersten Fahrten durch ein erhebliches Laufgeräusch auf sich aufmerksam. Die offensichtlich nicht NEM-gerechten Radsätze quittierten ihren Kontakt mit den Kleineisennachbildungen an den 2,1 mm hohen Schienenprofilen mit besagten Geräuschen. Abhilfe konnte hier durch den Tausch der Radsätze gegen normgerechte, die als Ersatzteile zu beschaffen waren, erzielt werden. Da die Maschine schon vor einiger Zeit mit einem Antrieb im zweiten Drehgestell und zusätzlichen Ballastgewichten ausgerüstet wurde, zeigte dieser Achstausch sofort den erhofften Erfolg. Das gefürchtete Schaukeln vieler Modelle aufgrund außermittig bzw. außeraxial aufgepresster Radscheiben auf die Achsen gehört somit der Vergangenheit an. Eine der angetriebenen Achsen erhielt einen Radsatz mit Haftreifen. Die Radsätze an derselben Position im zweiten Drehgestell ist einer ohne Haftreifen aus Gründen einer besseren Stromabnahme. Die Zugkraft der Maschine reicht nach dem Umbau für die Förderung der auf unserer Anlage verkehrenden Güter- und Schnellzüge (bitte nur im Sommer) vollkommen aus. Die Geräusche beider Motoren in Verbindung mit den Laufgeräuschen der Zahnräder ergeben verstärkt durch das Gehäuse durchaus einen der Originalmaschine ähnlichen Sound und das ohne Soundbaustein.

Älteren Maschinen der Baureihen 110, 118 und 120 aus der Produktion von Gützold bzw. EBM Zwickau konnte durch Achstausch ebenfalls bessere Laufeigenschaften beigebracht werden. Die Tauschachsen für diese Modelle und die oben beschriebene Ertüchtigung der BR 130 sind die Ersatzteile für die Hobby-BR-110 aus der Gützold-Produktion. Die beiden Laufachsen für die 130-er entstanden durch das Entfernen des Antriebszahnrads des Ersatzradsatzes.

Mit der Umrüstung einiger Lokmodelle aus DDR-Produktion für den digitalen Betrieb auf der oben erwähnten Heimanlage unseres Freundes Jan Zeterberg konnte auch auf diesem Gebiet für so manches „Schätzchen" der weitere Betrieb auf der Anlage sichergestellt werden. Es wurden Modelle der BR 52 Kond., SVT 137 und BR 86 mit Decodern aus dem Rautenhaus-Sortiment ausgerüstet. Diese Maßnahme zieht eine spürbare Verbesserung der Laufeigenschaften nach sich, sofern das für die Umrüstung vorgesehene Modell mechanisch in Ordnung ist. Ein Vergleich mit den über 30 Jahre später konstruierten Modellen verbietet sich aufgrund der heutigen Technik natürlich. Wer jedoch mit ein wenig Lust am Experimentieren seine alten „Schätze" weiter verwenden möchte, wird über die erreichten Ergebnisse staunen.

 

Text: Jörg Meyer (SMV505)
Foto: Jörg Meyer (SMV505)

  
 
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