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Bahn(und)brechende Erlebnisse
"Internationale Jugendprojektwoche (Modell)Eisenbahn" 04.08. - 10.08.2011 in Zschopau

Jugendliche aus verschiedenen Ländern besuchten Zschopau und entdeckten das Bahnland Sachsen. - Dass die Eisenbahn und deren Modelle faszinieren, steht außer Frage. Die Zschopauer Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde e.V. (SMV 122) zeigten nun, dass das vielseitige Hobby auch zum Kennenlernen fremder Sprachen und Kulturen beitragen kann. Vom 4. bis 10. August luden die Erzgebirgler Kinder und Jugendliche aus Frankreich, Tschechien, Baden Württemberg und natürlich Zschopau zu einer „Internationalen Jugendprojektwoche (Modell)Eisenbahn" ein. Insgesamt folgten 21 Nachwuchseisenbahner im Alter von 13 bis 25 Jahren gemeinsam mit einigen Betreuern dem Ruf in die Kleinstadt nahe Chemnitz.

Im Mittelpunkt des Programms stand natürlich die Eisenbahn. Die kann ja bekanntlich das Erzgebirge und ganz Sachsen mit vielen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Ausflüge ins Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf, zur Parkeisenbahn Chemnitz und zur Schmalspurbahn Cranzahl-Oberwiesenthal gehörten ebenso zum Programm wie eine Besichtigung der Auhagen-Fabrikation. Dort konnten die jungen Modelleisenbahner einmal hautnah erleben, wie die mittlerweile überall bekannten Bausätze entwickelt und produziert werden. Sogar Berufsperspektiven im Eisenbahnwesen wurden den Jugendlichen beim Besuch verschiedener Stellwerke der Erzgebirgsbahn und des Eisenbahnbetriebslabors der TU Dresden vorgestellt.

Doch auch die örtliche Kultur und Geschichte sollte den Teilnehmern nahegebracht werden. Ein Ausflug zum Besucherbergwerk „Markus-Röhling Stolln" in Frohnau vermittelte erzgebirgische Bergbautraditionen. Ein geplanter Besuch der Altstadt Dresdens wurde auf Einladung einiger Abgeordneter kurzerhand mit dem Besuch des Sächsischen Landtags verknüpft. Dort erfuhren Franzosen und Tschechen, aber auch Teilnehmer aus Baden Württemberg, etwas über die Ereignisse der politischen Wende 1989/90 und den aktuellen Politikbetrieb. Und selbstverständlich wurde den Gästen auch die Vielfalt der gastgebenden Stadt Zschopau nähergebracht. Der Oberbürgermeister Klaus Baumann lud alle zu einem Empfang ins Schloss Wildeck ein und gab - in Deutsch und Französisch - einen Überblick über Geschichte der Stadt und des Motorradbaus.
Untergebracht waren alle Teilnehmer im Jugendklub „High Point" in Zschopau. Die dortigen Vereinsmitglieder haben zahlreiche Erfahrungen mit Jugendaustauschprogrammen und stellten Unterkunft und Verpflegung bereit. Außerdem konnten alle die abwechslungsreiche Ausstattung des Klubs zur Überbrückung von Programmpausen nutzen. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Tätigkeiten stand dabei Billard, Kickern und Tischtennis. Dabei ging es übrigens so heiß her, dass einer der französischen Jugendlichen nach einer Tischtennisrempelei sogar die Notaufnahme des Krankenhauses Zschopau kennenlernte. Dort wurde eine gebrochene Fußzehe diagnostiziert - „Halb so schlimm", befanden Arzt und Patient.

Für das Abendprogramm bereiteten die Zschopauer Modellbahner einen Dioramenbausatz für jeden Teilnehmer vor. Dieser bestand aus einem Bahnübergang, der im Laufe der Woche zusammengebaut werden sollte. Dazu war es notwendig, die Andreaskreuze mit LEDs zu bestücken, die Wechselblinkelektronik auf einer Lochrasterplatine aufzubauen und funktionsfähige Straßenlampen zu basteln. Dass diese vielseitigen Arbeiten durchaus für Begeisterung sorgten, zeigte sich auch daran, dass an einigen Tagen die letzten Bastler erst zwei Uhr morgens die Werkstatt in Richtung Koje verließen. Das entstandene Diorama konnten die Jugendlichen im Anschluss natürlich mit nach Hause nehmen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von vielen Seiten, wofür der organisierende Verein und alle Teilnehmer herzlich danken möchten. Großzügige finanzielle Hilfe leistete das Deutsch-Französische Jugendwerk, das auch die Begegnung mit einem dritten Land, wie in diesem Falle Tschechien, fördert. Auf diese Weise konnten ein großer Teil der Reisekosten, der Übernachtungs- und Verpflegungsaufwände und auch Teile des Rahmenprogramms finanziert werden. Eine besondere Form der Hilfe leisteten die Mitglieder des örtlichen Jugendklubs. Durch die Bereitstellung von Unterkunft und Verpflegung in deren Vereinsheim und die zugehörige Erfahrung in der Organisation derartiger Austauschprogramme wurden die Vorbereitung und besonders die Durchführung des Eisenbahnertreffens deutlich erleichtert. Außerdem unterstützt die Stadt Zschopau die internationalen Tätigkeiten des Vereins seit mehreren Jahren finanziell und ideell - so wurde den Teilnehmern der Projektwoche freier Eintritt in städtische Museen und das Freibad gewährt. Hilfe kam aber auch von vielen anderen Seiten, insbesondere bei der Realisierung des Programms. Erwähnt seien an dieser Stelle die Firma Auhagen, das SEM Chemnitz-Hilbersdorf, die Abgeordneten und Mitarbeiter des Sächsischen Landtags und die Mitarbeiter des Eisenbahnbetriebslabors der TU Dresden.

Hinter allen, Kindern bzw. Jugendlichen, Betreuern und den Mitgliedern der Zschopauer Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde e.V., liegt eine ereignis- und lehrreiche Woche, die noch einige Zeit in Erinnerung bleibt. Freundschaften wurden erneuert oder geschlossen. Auch Handynummern zwischen jungen Zschopauerinnen und einigen Gästen wurden ausgetauscht. Und Sachsen erhielt insbesondere bei den französischen Besuchern auch schon mal den Beinamen „Königreich der Eisenbahnen".

Übrigens, die weiteste Anreise hatte Julien Bouton hinter sich. Er stammt aus Perpignan im Süden Frankreichs und reiste fast 2000 km per Bahn nach Zschopau. Im Juli 2012 werden dann die Sachsen diesen Weg unter die Stahlräder nehmen, denn in Juliens Heimatstadt wird aller Voraussicht nach diese Art der Jugendbegegnung eine Fortsetzung finden. Sollte es interessierte Kinder und Jugendliche in anderen Vereinen oder Gruppen der SMV geben, sind diese herzlich eingeladen, im nächsten Jahr mitzureisen. Nähere Informationen gibt es bei den Zschopauer Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunden e.V.

Mirko Caspar

  
  
 
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