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MOROP-Jubiläumskongress in Berlin

Ein Rückblick auf das Kulturprogramm

Anfang September 2013 fand in Berlin der diesjährige MOROP-Kongress statt. Das Jubiläum – es handelte sich um den 60. Kongress – wurde von den Freunden des BDEF organisiert. Knapp 100 Teilnehmer aus ganz Europa folgten dem Aufruf in die deutsche Bundeshauptstadt. Die größten Delegationen kamen aus Frankreich, den Benelux-Staaten, der Schweiz und natürlich Deutschland.

 

 
 

Selbstverständlich waren auch Vertreter der SMV dabei. Karsten Flach vertritt die SMV seit jeher in der MOROP-Delegiertenversammlung und engagiert sich zudem als Sekretär der technischen Kommission. Sein Bericht über die Diskussionen und Beschlüsse während der Zusammenkünfte in Berlin kann in diesem separaten Artikel nachgelesen werden.

Am Kulturprogramm nahmen Thomas Bohne, Vorsitzender der SMV, und Mirko Caspar, stellvertretender Vorsitzender, teil. Den Kongressteilnehmern  wurde vom organisierenden BDEF – allen voran Vorstandsmitglied Hans-Werner Bürkner – einiges geboten.

Traditionell saßen am Sonntag und Montag der MOROP-Vorstand, die Delegiertenversammlung sowie die technische Kommission zur Sitzung ein. Da aber viele Teilnehmer nicht als Delegierte angereist waren, wurde an beiden Tagen ein „Damenprogramm“ (in dem die „Herrenquote“ immer noch recht hoch war) angeboten. Am Montag gab es dabei einen besonderen kulturellen Höhepunkt. Dank persönlicher Beziehungen des SMV-Vorsitzenden, der die Freunde vom BDEF in diesem Programmpunkt unterstützte, konnten die Kongressteilnehmer die Bildrestaurationswerkstätten im Potsdamer Schloss Sanssouci besichtigen und erhielten von einer Restauratorin reichlich Informationen zu deren Arbeit. Am Abend fand dann ein gemeinsames Eröffnungsabendessen am Berliner Alexanderplatz statt.

Da der ursprünglich für Dienstag geplante Besuch der U-Bahn Hauptwerkstatt wegen der großen Teilnehmerzahl leider nicht durchgeführt werden konnte, haben die Organisatoren mit der Besichtigung des Bahnstromwerkes Berlin-Ostkreuz und des ICE Werkes Berlin-Rummelsburg mehr als adäquaten Ersatz gefunden. Insbesondere letztes ermöglichte einen Einblick in die komplexe Wartungstechnologie und –logistik, die der deutsche Hochgeschwindigkeitsverkehr verlangt. Während des gesamten Kongresses zeichneten sich alle Besichtigungen durch äußerst fachkundige Führer aus, die gern auch aus dem Nähkästchen plauderten.

Unbestrittener Höhepunkt des Kongresses war der Empfang im DB-Tower in Berlin. Am Dienstagabend begrüßte Ingulf Leuschel, DB Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin, die Teilnehmer im Konferenzraum „Saxonia“ in der 21. Etage der Konzernzentrale am Potsdamer Platz – einen grandiosen Ausblick auf das Regierungsviertel und den Hauptbahnhof inklusive. Neben Herrn Leuschel, der eine launige und überaus fachkundige Rede über die Entwicklung der Eisenbahn in Berlin und Deutschland hielt, begrüßten Michel Broigniez, Präsident des MOROP, und Peter Briegel, Vorsitzender des BDEF, die Teilnehmer. Nach dem Wechsel in den Raum „Fliegender Hamburger“ kamen die zahlreichen Teilnehmer aus den verschiedenen Nationen bei einigen Häppchen und vielen Getränken schnell ins Gespräch.

Kleine Anekdote am Rande: den Beratungsraum „Saxonia“ im DB-Tower ziert eine Vitrine mit einem großformatigen Modell der…. „Bavaria“. Vielleicht findet sich jemand unter den sächsischen Modellbahnern, der dem DB-Vorstand zum nächstjährigen Jubiläum 175-Jahre Leipzig-Dresden ein Modell der „Saxonia“ zur Verfügung stellen kann.

Am Mittwoch stand die Besichtigung der S-Bahn Zentralwerkstatt in Berlin-Schöneweide auf dem Programm. Auch hier führten mehrere fachkundige Werksangehörige durch die Hallen und illustrierten den Ablauf einer S-Bahn Generalüberholung in allen Schritten. Standesgemäß wurde das Mittagessen in der dortigen Kantine eingenommen. Von Schöneweide aus ging es mit einem Sonderzug, ein Regio-Shuttle RS1 der ODEG, über Berlin-Schönefeld und Südkreuz direkt in den Gleisanschluss des Deutschen Technikmuseums Berlin, welches dann besichtigt werden konnte.

Die Grenzen von Berlin wurden am darauffolgenden Donnerstag hinter sich gelassen. Gemeinsam ging es mit dem Zug in Richtung Cottbus. Während einige bereits in Lübbenau ausstiegen und sich zum Kanufahren und Gurkenverkosten aufmachten („Damenprogramm“) zog es den größeren Teil der Gruppe ins DB-Instandhaltungswerk in Cottbus. Der Transfer vom Bahnhof erfolgte im historischen „Schlenker“ von Ikarus. Auch im DB-Werk, in dem derzeit hauptsächlich Diesellokomotiven, Reisezugwagen und Netzfahrzeuge aufgearbeitet werden, konnte der gesamte Vorgang von der Aufnahme einer Lokomotive bis zur Fertigstellung nachvollzogen werden. Als besonderen Höhepunkt konnten die Teilnehmer einmal real und in Farbe miterleben, wie ein Radreifen auf eine Radscheibe aufgebracht wird. Nach der Stärkung in der Werkskantine ging es erneut mit dem Ikarus, der bei Vollbeladung hörbare Probleme mit der Steigung an der Bahnhofsbrücke hatte, zur Parkeisenbahn Cottbus. Die dortigen Parkbahner boten ihren großen Fuhrpark auf und luden anschließend zur Rundfahrt samt zahlreicher Foto- und Versorgungshalte ein.

Aus dienstlichen Gründen verabschiedete sich die SMV-Teilnehmer an diesem Tag vom MOROP-Kongress. Für Freitag und Samstag stand neben dem festlichen Abschlussabendessen noch ein Besuch bei der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn sowie bei der elektrischen Kleinbahn in Buckow auf dem Programmzettel.

Alles in allem ist dem BDEF ein hervorragender Jubiläumskongress gelungen. Allen Organisatoren und Teilnehmern sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Besonders zu erwähnen ist die Unterstützung der Deutschen Bahn. Sowohl die Unternehmensführung als auch die Betriebsdienstler gestatteten den Anwesenden bereitwillig Zugang zu zahlreichen Betriebs- und Verwaltungsstätten.

Der nächste MOROP-Kongress wird vom 31.08. bis 05.09.2014 in Genua, Italien, stattfinden.

 

Text: Mirko Caspar (GV)
Fotos: Mirko Caspar (GV)

 
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