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Bericht aus der Technischen Kommission des MOROP

Zahlreiche Änderungen auf Sitzung in Berlin beschlossen

Am 01.und 02.09.13 tagte in Berlin im Rahmen des vom BDEF ausgerichteten MOROP-Kongresses die Technische Kommission des MOROP. Es waren 16 Mitgliedsverbände vertreten. Teilnehmer der Industrie waren diesmal nicht zugegen.

Durch redaktionelle bzw. begriffliche Korrekturen oder Ergänzungen werden

  • NEM 602 Modellbahnsteuerungen - Symbole, Schaltzeichen, Kennbuchstaben,
  • NEM 651 Elektrische Schnittstelle Ausführung klein (S),
  • NEM 662 Elektrische Schnittstelle Next18,
  • NEM 690 Elektrische Schnittstelle für Steuermodule und
  • NEM 694 Bus-Protokoll für Steuermodule

revidiert. In NEM 660 Elektrische Schnittstelle 21MTC wurden außerdem die Beschreibungen der Pins 3, 4 und 20 berichtigt.

In die NEM 604 Leitungen, Querschnitte, Leiterlängen wurde ein Hinweis aufgenommen, dass diese Norm nicht die allein vom Aderquerschnitt abhängige Leitungsbelastung regelt. Bisher entstand der Eindruck, dass die Beachtung dieser Norm jedwede Gefahr der Leitungsüberlastung ausschließt. Eine aderquerschnittsbezogene Strombegrenzung (zulässige Stromdichte) kann aus dieser Norm jedoch nicht entnommen werden. Da das von vielen Faktoren abhängt, können dazu nur die Angaben der Hersteller des Leitungsmaterials heran gezogen werden. Ergänzt werden soll diese Norm durch ein Beiblatt, in dem der Zusammenhang der gängigen Aderquerschnitte mit den aus dem Amerikanischen kommenden Bezeichnungen „AWG“ (American Wire Gauge) dargestellt ist.

In der NEM 670 Digitales Steuersignal DCC – Bitdarstellung wurde aus Gründen der Funktionszuverlässigkeit der minimale Spitzenwert des DCC-Steuersignals auf +/- 8V erhöht.

In der NEM 658 Elektrische Schnittstelle Standard PluX12 / 16 / 22 ist die bisher nicht angewendete PluX8-Schnittstelle entfernt worden. PluX12 ist, anders als bei NMRA, noch geblieben, wird aber nicht mehr empfohlen.

Aber auch der Teil der klassischen Modellbahn-Normen war Revisionsgegenstand. In die NEM 105 Tunnelprofile für Normalspurbahnen wurden die Abbildungen für die gewölbten Profile mit Darstellungen und Anmerkungen für den oberen Bereich bei Bogenerweiterungen ergänzt. Außerdem wurden Hinweise zu den moderneren Profilen ab Epoche V sowie auf den zu berücksichtigenden Bauraum für die Oberleitung aufgenommen. Aufmerksam gemacht wurde auch darauf, dass für den Lichtraumbereich der Oberleitung keine Bogenerweiterung erforderlich ist.

In der NEM 103 Umgrenzung des lichten Raumes bei Gleisführung im Bogen wurden die Erweiterungswerte entfernt, die sich auf Radien beziehen, die unterhalb der Mindestwerte der NEM 111 lagen. Weiterhin wurden die Verziehungslängen für die Lichtraumerweiterungen den wirklichen Verhältnissen besser angenähert, d.h. auf der Bogeninnenseite verkürzt und auf der Bogenaußenseite verlängert.

Damit einhergehend konnte die NEM 111 Mindestradien, bisher eine Empfehlung, zur verbindlichen Norm erhoben werden. Wegen kleiner Abweichungen bestehender Gleissysteme vom bisherigen kleinsten zulässigen Radius wurde dieser geringfügig von 22G auf 21,5 G verringert (G = Spurweite). Um deutlicher zu machen, dass die Mindestwerte keine erstrebenswerten Größen sind, wurde ein entsprechender Hinweis aufgenommen, dass Radien immer so groß wie möglich gewählt werden sollten.

Völlig neu herausgegeben werden, neben dem oben erwähnten Beiblatt auch einige NEM. Mit der NEM 663 Elektrische Schnittstelle PluG für Großbahnen wird eine weitere elektrische Schnittstelle beschrieben, die für besondere Anwendungen mit relativ großen Strömen gedacht ist.

Mit der NEM 695 Steuermodul Gleisabschnitte, wird das Gesamtsystem Steuermodule, bei dem es bereits neben den Grundlagennormen die Moduldefinitionen für Weichen und für Signale gibt, vervollständigt.

Ebenfalls neu ist die NEM 608 Zuordnung von Zusatz-Funktionen bei digitaler Fahrregelung. Hier wird geregelt, welche Funktionen bei Betätigung bestimmter Funktionstasten an digitalen Fahrreglern ausgelöst werden sollen. Damit soll erreicht werden, dass Fahrzeuge und Fahrregler in dieser Hinsicht ohne große Vorkenntnisse intuitiv bedient werden können. Diese Funktionen sollen so im Lieferzustand zugeordnet sein, aber bei Bedarf auch vom Anwender nach seinen Vorstellungen geändert werden können.

Schließlich wurde die kürzlich erfolgte Umfrage zum Thema „Puffer an Puffer fahren“ ausgewertet und diskutiert. Die Beteiligung war leider gering und die eingegangenen Aussagen lassen kaum eine Systematik erkennen. Möglicherweise sind die technischen Zusammenhänge auch nicht bekannt und es wird einfach probiert was noch funktioniert. Einige vorliegende Berechnungsbeispiele stellen zwar Grundlagen dar, lassen aber bestimmte, nicht vernachlässigbare Einflüsse, wie Spurspiel und Lagerspiel usw. außer Acht. Dennoch soll das Thema weiter ausgearbeitet werden. Es muss allerdings auch durch Versuche untermauert werden. Dadurch besteht sicher noch keine Aussicht auf einen baldigen Abschluss.

Abschließend wurde noch eine Neuerung festgelegt. 2012 wurde begonnen, geänderte Passagen in revidierten Normen durch senkrechte Striche am linken Rand zu markieren. Zusätzlich soll nun eine Änderungshistorie, geordnet nach Ausgabejahren, als Beiblatt zum NEM-Verzeichnis erscheinen. Genannt werden sollen in knappen Stichworten nur die inhaltlichen Änderungen, nicht die redaktionellen. Die Historie baut zunächst auf dem Stand 2012 auf. Eine spätere Erweiterung rückwärts ist denkbar.

Die nächste Tagung der Technischen Kommission des MOROP findet am 05.- 06.04.14 in Annaberg-Buchholz statt und wird von der SMV ausgerichtet.

Ein Bericht über das Rahmenprogramm des MOROP-Kongresses in Berlin ist in diesem Artikel zu finden.

 

Text: Karsten Flach (Vertreter der SMV im MOROP)

  
 
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