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MOROP-ZT 2006
in Beaune (Frankreich)

Die 98. Tagung der TK des MOROP fand vom 19. - 21. Mai 2006 in Beaune (gesprochen: Bohn) in Frankreich statt. Vom SMV waren, neben Jürgen Berghäuser, der an der gleichzeitig stattfindenden Sitzung des Verbandsvorstandes teilnahm, Karsten Flach als SMV-Ländervetreter und TK-Sekretär nach Frankreich gefahren. Als Teilnehmer der Industrie waren Herr Bräuniger von der Firma Roco und Herr Seewald von der Firma Tillig vertreten. Es waren 18 Mitgliedsverbände stimmberechtigt. Wie üblich nahmen auch einige Ehrenmitglieder und Gäste an der Tagung teil. Für die NEM 303 Puffer wurde ein Entwurf der Arbeitsgruppe Basisnormen (AGBM) des BDEF, in der auch der SMV und einige andere deutsche Verbände mitarbeiten, vorgestellt. Ursprünglich war nur Anliegen der Revision, die größeren Nenngrößen aufzunehmen. Es zeigte sich aber, dass aufgrund weiterer Erkenntnisse dieser Entwurf noch nicht zur Abstimmung gestellt werden sollte, sondern in der AGBM nochmals bearbeitet werden soll. Zur NEM 314 „Wagenradsatz für Spitzenlager“ wurde der vom SMV fertiggestellte Entwurf abschließend besprochen. Trotz immer wieder kontroverser Diskussionen, ob sich die Industrie von den hier empfohlenen neuen Werten beeindrucken lässt, wurde der Entwurf schließlich einstimmig bestätigt. Er wird, mit kleinen redaktionellen Korrekturen, nunmehr zum Kongress im Herbst des Jahres der Delegiertenversammlung zur Inkraftsetzung vorgelegt werden und die bereits seit 1978 bestehende Norm ersetzen. Damit werden u.a. in H0 die etwas kürzeren Achsen, wie sie bereits die Firmen Fleischmann, Brawa, Klein und teilweise auch Roco verwenden, nunmehr zur Norm, womit der vorbildgerechteren Gestaltung von Achslagern, Drehgestellen usw. Vorschub geleistet werden soll. Die Bearbeitung der NEM 110 / 310 / 311 zu Radsatz und Gleis kommt nach wie vor mühsam voran. Es gibt leider keine Reaktion der Industrie auf die Bitte um Mitwirkung. Die Einarbeitung der Spurweiten für Gartenbahnen und der Wunsch nach mehr Vorbildtreue und Systematik für die Spurweite 45 mm machen solche Probleme, dass ggf. für Gartenbahnen einerseits und für die Märklin-Systeme andererseits eigene Unter-Blätter entstehen werden. Damit könnte die Übersichtlichkeit besser gewahrt werden und es brauchten nicht so viele Anmerkungen aufgenommen zu werden. Vorgestellt wurde außerdem ein Vorschlag für eine NEM über Mehrspurgleise. Das sind Gleise einer Nenngröße, auf denen Bahnen verschiedener Spurweiten fahren (bspw. Normal- und Schmalspurbahnen) oder Gleise auf denen Bahnen verschiedener Nenngrößen fahren (üblich bei Gartenbahnen). Behandelt werden sollen darin die Besonderheiten bei der Bemessung der Rillen in Weichen. Es wäre durchaus wünschenswert, dazu die Meinungen und Erfahrungen derjenigen im SMV zu erfahren, die mit solchen Systemen umgehen. Die Arbeitsgruppe Elektronik trug den Arbeitsstand zum „Lastenheft für Modellbahnsteuerungen“ und zum Entwurf der NEM 601 Modellbahnsteuerungen Systeme, Grundsätze, Strukturen vor. Der Entwurf wurde jetzt wesentlich gestrafft und hat nunmehr eine wohl endgültige verständliche Fassung erreicht. Das Thema wurde durch einen Vortrag über die DCC-Tagung bei Märklin in Göppingen fortgeführt. Interessant ist die Entwicklung zu Gleisdekodern. Diese werden Block-abschnitten zugeordnet und sprechen alle darin befindlichen Fahrzeuge an. Es werden Signale gesteuert und übermittelt, wie auch Geschwindigkeitsvorgaben, Pfeifen, Bügel-ab usw. Diese Entwicklung kommt den Bedürfnissen europäischer Modellbahner entgegen, die ihre Anlagen mehr aus der Sicht des Fahrdienstleiters betreiben, als die Amerikaner, die eher aus der Lokführersicht agieren. Eine andere Entwicklung geht zu einer neuen Schnittstelle für Decoder, die 21- oder 22-polig sein wird, um mehr Funktionen als bisher unterzubringen. Wir achten dabei darauf, dass die Belegung so erfolgt, dass auch ältere Decoder weiterhin verwendet werden können. Zu diesem Themenkreis gehört auch der Vorschlag für eine zusätzliche Schnittstelle für Funktionsmodule in Fahrzeugen. Da die Entwicklung ohnehin von den kleinen Schnittstellen weg führt und die Industrie sicher keinen Aufwand mehr in deren Vervollkommnung stecken wird, soll dieses Thema evt. in ein Beiblatt zur NEM 650 gebracht werden, in dem Funktionen und Beschaltungsforderungen für die bestehenden Schnittstellen dargelegt werden. Grundsätzlich diskutiert und per Abstimmung beschlossen wurde die Einführung einer Epoche VI in der NEM 800. Aktuelle Entwicklungen bei den europäischen Eisenbahnen, die sich deutlich im Erscheinungsbild widerspiegeln, lassen das geboten erscheinen. Dazu gehören bspw. der europaweite Fahrzeugeinsatz, vor allem im Güterverkehr, neue Anschriften an Fahrzeugen oder neue Zugsicherungssysteme mit deutlich anderen (oder fehlenden) Außenanlagen im Streckenbild. Auch der Zeitraum von nunmehr 20 Jahren seit Beginn der Epoche V spricht für eine Neudefinition. Nach einigen TK-internen Problemen wurden schließlich in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Verbandsvorstand aktuelle Probleme im MOROP, wie Personelles, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und die nächsten Tagungstermine und -orte besprochen. Die nächste Sitzung der TK wird im Rahmen des MOROP-Kongresses in Kosice am 3. und 4. September 2006 stattfinden. Zur Abrundung des Tagungsprogramms gab es Gelegenheit zur Fahrt mit einer touristischen Schmalspurbahn einschließlich des Besuches ihres Museums und der Fahrzeug- und Werkstatthalle. Ein Abend bot Gelegenheit zum Besuch einer Weinprobe in einem ungewöhnlichen Weinkeller mit insg. 5 km (!) langen Gewölbegängen voller Flaschen mit Burgunder-Wein. Die Organisation dieser Tagung unter Leitung des Freundes Jack Treves vom französischen Verband CDZ war hervorragend, so dass die Teilnehmer ihren herzlichen Dank für diese Frühjahrstagung ausdrücken konnten. Karsten Flach

  
 
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