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102. Tagung der Technischen Kommission des MOROP in Biel
Bericht

Die Frühjahrstagung der Technischen Kommission des MOROP fand in diesem Jahr vom 16. bis 18.Mai in Biel in der Schweiz statt, ausgerichtet vom schweizerischen Verband SVEA.

Unter den insgesamt 21 Teilnehmern waren von der Industrie Herr Zanitzer von der Fa. Roco und Herr Seewald von der Fa. Tillig anwesend.

Vom SMV waren Winfried Seewald und Karsten Flach vertreten; zu den gleichzeitigen Tagungen des Verbandsvorstandes auch Jürgen Berghäuser.

Die Mitgliedsverbände des MOROP waren durch 14 Stimmrechte vertreten.

Zuerst wurde dem verstorbenen Freund Detlef Bräuniger gedacht. Er war als Vertreter der Firma Roco langjährig bei den TK-Sitzungen dabei und hat diese mit seinen guten Sprachkenntnissen Deutsch/Französisch und seinem fundierten technischen Wissen aus dem Bereichen Vorbild und Modellbahn nicht nur bereichert, sondern oft auch maßgeblich mitbestimmt.

Im Einzelnen wurden die nachfolgenden Themen behandelt.

Die NEM 806D Eisenbahn-Epochen in Deutschland wurde von der AG Basisnormen des BDEF unter Mitwirkung des SMV abschließend bearbeitet. Hier wurden die länderspezifischen Angaben für die neue Epoche VI eingearbeitet.

Ebenso um die Epoche VI ergänzt legte der österreichische Verband VöMEC die NEM 801A Eisenbahn-Epochen in Österreich vor.

Die ebenfalls länderspezifische NEM 981D Anlagenmodule Nenngröße II wurde als fertiger Entwurf vorgelegt. Er ist im Wesentlichen mit einer Norm der IG Spur II identisch, die dieses Modulsystem bereits anwendet. Geringe Differenzen zu einzelnen Werten in anderen empfehlenden NEM (z. B. NEM 122) können und müssen daher hingenommen werden.

Für die NEM 313 Wagenradsatz für Zapfenlager wurde ein Revisionsentwurf bearbeitet, der die Spurweite 64 mm aufnimmt. Hierzu muss zur Herbsttagung noch ein abschließender Entwurf vorgelegt werden.

Zur NEM 609 Richtlinien zur elektrischen Sicherheit bei Modellbahnausstellungen haben sich Erkenntnisse ergeben, dass Hinweise zur Primärwerten der Stromversorgung präzisiert werden sollten. Außerdem bieten sich bei dieser Gelegenheit noch einige Verbesserungen im Text an, sowie eine Aktualisierung der in Bezug genommenen allgemeinen  Normen. Auch dazu soll zur Herbsttagung möglichst ein fertiger Entwurf vorliegen.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion über den Entwurf der NEM 658 Elektrische Schnittstelle Ausführung PluX8 / 12 / 16 / 22 ein. Hier geht es die Normung einer Digital-Decoder-Schnittstelle für Fahrzeuge, die, je nach Polzahl, zahlreiche zusätzliche Funktionen zulässt. Dabei ist die Belegung so definiert, dass auch kleine Decoder auf größere Schnittstellen passen und umgekehrt. Eine ähnliche Norm besteht bereits bei der NMRA. Abweichungen soll es daher nur im nötigsten Umfang geben. So ist bspw. vorgesehen, die dort nicht behandelte 12-polige Schnittstelle aufzunehmen, da diese insbesondere für kleine Nenngrößen die Möglichkeit eröffnet ohne Platzverlust auch die bisherige einreihig 6-poligen Decoder nach NEM 651 verwenden zu können. Die speziell nur für das Wechselstromsystem benutzte 21-polige Schnittstelle soll dagegen nicht in die NEM aufgenommen werden.

Der Entwurf für eine NEM 659 Erweiterte Schnittstelle für Fahrzeuge behandelt die Definition zusätzlicher Steckplätze als nachträgliche Erweiterung der vorhandenen Schnittstellen nach NEM 651, 652 und 654. Sie werden ebenfalls für Zusatzfunktionen gebraucht, aber hier vorrangig zum Nachrüsten vorhandener Fahrzeuge und, wegen der größeren Strombelastbarkeit, für die Nenngrößen über H0. Hierfür werden sich die Schnittstellen nach NEM 658 wegen der kleinen Bauform nämlich nicht eignen.

Für die Signalübertragung vom Fahrzeug zum Gleis und umgekehrt wurde ein Vorschlag diskutiert, der das bekannte Magnetauslöseprinzip normieren soll. Diese Normung käme zwar spät, aber diese Wirkprinzipien werden ja weiter angewendet, insbesondere von Modellbahnern, die weiterhin analog fahren. Die technische Funktion ist einfach und zuverlässig und erfordert nicht zwingend eine aufwändige elektronische Verarbeitung, denn es können ja statt elektronischer Hall-Schaltkreise auch Reedkontakte verwendet werden. Die Norm soll also nur die Anordnung der Magnete und Sensoren am Fahrzeug und Gleis festlegen. Da dieses Funktionsprinzip für die Industrie kaum von Interesse sein wird, wendet sich diese Norm eher an den individuellen Modellbahner.

Die beabsichtigte Revision der NEM 310 Radsatz und Gleis und NEM 311 Radreifenprofile ist noch nicht weiter voran geschritten. Lediglich der damit zusammen hängende Schritt, das aus der übrigen Systematik herausragende Märklin-45mm-System aus der NEM 310 herauszulösen, wurde jetzt vollzogen. Der vom SMV bearbeitete Revisions-Entwurf der NEM 340 Radsatz und Gleis für besondere Systeme  (bisher ... für Mittelleiterbetrieb), der nun also um die Spurweite 45 mm nach Märklin-Maßen erweitert ist, wurde abschließend bestätigt.

Bei der weiteren Arbeit am Komplex NEM 310 wird nun eine Neudefinition für die Spurweite 45 mm erfolgen.

Für die NEM 900 Anlagen-Module Allgemeines wurde ein Änderungsvorschlag behandelt, der nun als Bezugshöhe anstelle des Planums die Schienenoberkante definiert.

Die nächste Tagung der TK findet vom 31.08. bis 01.09.08 in Antwerpen in Belgien statt.

Karsten Flach

  
 
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