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MOROP-Kongress Barcelona 2011
Bericht

In diesem Jahr hatten die Freunde vom FCAF zum 58. MOROP Kongress vom 3. bis 10. September nach Barcelona eingeladen. Insgesamt 165 Teilnehmer aus 12 Ländern folgten der Einladung, davon kamen 77 Teilnehmer vom katalanischen Verband. Mit 9 von 14 deutschen Kongressteilnehmern war die SMV gut vertreten. Das Kongresshotel „NH Porta Barcelona" befand sich in Esplugues de Llobregat, einem Vorort von Barcelona. Hier fanden auch die Tagungen des VV und der TK statt. Nur wenige Gehminuten entfernt, erfolgte am Montag (05.09.) in einem Gebäude der Stadtverwaltung die offizielle Eröffnung des Kongresses. Neben den üblichen Begrüßungsreden war besonders das folkloristische Programm sehr interessant. Mehrere Gruppen gaben den Kongressteilnehmern einen Einblick in die Folklore Kataloniens.

Dienstag, 06.09.2011

Ein umfangreiches Exkursionsprogramm führte uns bis in die Pyrenäen. Mit einem Bustransfer ging es zum Hauptbahnhof Barcelona Sans. Die gesamten Gleisanlagen des modernen Bahnhofs befinden sich unter der Erde. Neben der in Spanien heute üblichen Breitspur mit 1 668 mm Spurweite befinden sich auch Gleise der in Normalspur erbauten Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Madrid. Derzeit noch im Bau ist eine weitere Strecke in Normalspur nach Frankreich. Nach deren Fertigstellung ist dann das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz an die europäischen Bahnen angeschlossen. Wir fuhren mit einem modernen in Spanien gebauten AVE-AVANT-Zug nach Lleida. Hier erfolgte der Umstieg in einen Nostalgiezug der RENFE. Er nennt sich „Tren dels Llacs - Seenzug" und führt auf einer sehr schön gelegenen Strecke bis in die Pyrenäen. Gezogen wurde unser Zug das erste flache Stück bis Balaguer von der imposanten Garret-Dampflok 282 F-0421. Ab hier erfolgte die Weiterfahrt mit einer Diesellok, da nach einer Streckensanierung das Lichtraumprofil der nunmehr zahlreichen Tunnel für die Dampflok nicht mehr ausreichend sei; Schade!! Bei der nun folgenden steigungsreichen Strecke durch das Vorland der Pyrenäen vorbei an zahlreichen Stauseen hätte die mächtige Dampflok sicherlich ihre Leistungsfähigkeit zeigen können. Gegen Mittag wurde dann der Endpunkt in La Puebla de Segur erreicht. Bei herrlichen Sommerwetter erfolgte die Rückfahrt über Lleida bis Barcelona-Sants.

Mittwoch, 07.09.2011

Heute stand ein Besuch im Eisenbahnmuseum Vilanova auf dem Programm. Von Barcelona-Sants ging es diesmal mit einem Nahverkehrszug südlich bis nach Vilanova i la Geltru. Das Museum befindet sich direkt neben dem Bahnhof im ehemaligen Bahnbetriebswerk. Mittelpunkt des Museums ist der riesige 11-ständige Ringlokschuppen. Hier und in den um die Drehscheibe angeordneten Abstellgleisen ist eine imposante Schau spanischer Dampfloks zu sehen. Doch auch manche der historischen Elektro- und Dieselloks ist sehenswert. Nach einem erfrischenden Mittagsbüfett ging es mit dem Nahverkehrszug wieder zurück nach Barcelona. Nach einer Busfahrt quer durch Barcelona, leider ohne wünschenswerte Erklärungen zu Barcelona, stand nun die Besichtigung der modernsten Metro auf dem Programm. Die im Aufbau befindliche Linie U9 verbindet derzeit vom Bahnhof Can Zam einen Vorort mit dem Bahnhof La Sagrera. Hier bestehen Umsteigemöglichkeiten zu mehreren Nahverkehrsmitteln. Das besondere an dieser neuen Metro ist die technische Ausführung. Die Metro fährt führerelos. An den Haltestellen ist der Bahnsteig vom Gleiskörper durch Glastüren getrennt. Erst beim Halten des Zuges öffnen sich die Türen zum Aus- und Einsteigen. Auch die Bahnhöfe sind imposant gestaltet. Auf kleinsten Raum erfolgt der Zugang nicht über sonst übliche Treppen, sondern mittels Aufzug. Damit wird ein sehr geringer Platz benötigt. Beim Bau in einer Großstadt, wie Barcelona eine bemerkenswerte Lösung. Der Bau der Strecke erfolgt als tiefste Metro unter den bereits vorhandenen komplett durch die Stadt bis zum außerhalb liegenden Flughafen. Nach diesem Einblick in den modernsten Nahverkehr stand die Historie bei einem Empfang im Rathaus wieder im Mittelpunkt. Doch auch alle Modellbahnfreunde kamen bei einem Besuch im Estacio de Franca - Französischer Bahnhof - auf ihre Kosten. Im Keller des imposanten Bahnhofsgebäudes hat der „Verein der Eisenbahnfreunde Barcelonas" sein Domizil. Mehrere Anlagen in H0, 0 und LGB zeigten das Können ihrer Erbauer. Bemerkenswert ist auch die Sammlung zahlreicher Eisenbahnutensilien und historisches Modellbahnzubehör. Für einige von uns klang der Abend mit einem sehr guten Essen im Hafen aus. Dabei konnte hautnah das Einlaufen und Manövrieren einer großen Fähre beobachtet werden.

Donnerstag, 08.09.2011

Die für heute angekündigte Rundfahrt um Katalonien entpuppte sich als eine Fahrt ins nordwestliche Umland von Barcelona. Es war ein Tag mit zahlreichen Höhepunkten. Mit einem Nahverkehrszug ging es zuerst auf breiter Spur nach Sant Vincent de Castellet. Ein kurzer Fußweg führte zuerst zum ortsansässigen Modellbahnclub. Zwar räumlich etwas beengt, aber dennoch interessant war dieser Besuch. Eine sehr gut gestaltete H0-Anlage füllte fast den ganzen Raum aus. Danach begaben wir uns zum Schmalspurbahnhof. Der Oldtimerzug der FGC bestand aus sehr gut restaurierten Wagen mit Holzaufbau. Gezogen wurde unser Zug von der historischen Diesellok MQ-1003 aus dem Jahre 1955, da die vorgesehene Dampflok leider ausgefallen war. Der tägliche Zugbetrieb wird auf der 1 000-mm-Schmalspurbahn mit modernen elektrischen Triebwagen durchgeführt. Die Fahrt ging nun talwärts Richtung Barcelona. Nach kurzer Fahrt zeigte sich in Fahrtrichtung rechts eine imposante Gebirgsformation, der Montserat. In Monistrol de Montserrat stiegen wir in die bereitstehende Zahnradbahn um, die zum Kloster auf dem Montserrat führt. Über eine imposante Talbrücke wurde der eigentliche Ausgangsbahnhof Monistrol Vila erreicht. Hier ist ein interessantes kleines Museum zu besichtigen. Und es beginnt die eigentliche Zahnrad-Bergstrecke. Sie führt mit 15,6 Prozent Steigung über 550 m zum Kloster. Die Spurweite beträgt 1 000 mm. Die erste Bahn wurde 1892 errichtet. Wegen schlechter Betriebsergebnisse und eines Unfalls wurde sie am 12. Mai 1957 stillgelegt. Nach einem Neuaufbau und erfolgter Modernisierung wurde der Betrieb am 6. Juni 2003 wieder aufgenommen. Er erfolgt mit modernen GTW von Stadtler. Am Bergbahnhof sind noch zwei weitere interessante Bahnen zu finden. Berg abwärts fährt bis zur Station Santa Cova eine Standseilbahn. Weiter nach oben führt eine weiter Standseilbahn zur Station Sant Joan. Leider reichte unsere Zeit nicht zum Befahren dieser weiteren Bahnen. Wieder im Talbahnhof angekommen, ging es mit unserem Sonderzug bis nach Martorell Enllac. Hier fand eine interessante Ausstellung historischer Fahrzeuge statt. Die anschließende Fahrt mit dem total überfüllten planmäßigen Schmalspur-Triebwagen nach Barcelona Placa-Espanya zeigte uns sehr deutlich welche Bedeutung der Nahverkehr in Barcelona hat.

Freitag, 09.09.2011

Am Vormittag stand eine Besichtigung der Zentralwerkstätte der FGC - Eisenbahn-Gesellschaft der Landesregierung, im Vorort Rubi auf dem Programm. Neben den Werkstätten befindet sich hier auch die Betriebszentrale der FGC-Strecken im Großraum Barcelona. Die Werkstätten, ausgelegt für Normalspur- und Schmalspurfahrzeuge begeisterten durch Sauberkeit und Ordnung die Kongressteilnehmer. Auch die anschließende Besichtigung der Betriebsleitzentrale war ein Erlebnis. Anschließend ging es mit Bussen weiter nach Palau de Solita. In einem großen Parkgelände am Rande des Ortes befindet sich eine Miniaturbahnanlage mit 10 Zoll Spurweite und umfangreichen Gleisanlagen. Die Nachbildungen der Züge wurden von den Kongressteilnehmern zu ausgiebigen Fahrten genutzt. Natürlich waren da die mit Dampfloks betriebenen Züge am gefragtesten. Ein zünftiges Grillfest, natürlich mit gutem spanischen Wein sorgte für die notwendige Stärkung. Rechtzeitig ging es wieder zurück nach Barcelona, stand doch am Abend noch der feierliche Kongressabschluss im Restaurant TRES MOLINOS auf dem Programm. Mit Beifall wurden die Dankesworte des MOROP-Präsidenten Michel Brogniez an die Gastgeber des FCAF aufgenommen, denen sich auch alle anwesenden SMV-Teilnehmer anschlossen. Unsere katalanischen Freunde hatten ein umfangreiches und interessantes Programm vorbereitet, dass sicherlich allen Teilnehmern gut gefallen hat. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Sie waren uns sehr gute Gastgeber. Mit Freude denken wir an die schöne, aber viel zu kurze Zeit zurück.

Text und Fotos: Peter Pohl

  
  
 
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