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Kongress 2000
in Lissabon/Portugal

Der portugisiche Verband APAC hatte vom 10. bis 15. September 2000 die Modelleisenbahner und Eisenbahnfreund Europas zum 47. MOROP-Kongreß nach Lissabon eingeladen. 112 Teilnehmer folgten dieser Einladung, und um es vorwegzunehmen, sie wurden in keiner Weise enttäuscht. Es erwartete uns eine Woche unvergeßlicher Erlebnisse. Auch wenn für die meisten Teilnehmer der Anreiseweg in den süd-westlichen Zipfel Europas nicht ganz einfach war, ich denke daß es keiner bereut hat. Auch die SMV war mit drei Teilnehmern vertreten, und konnte sich von der portugiesischen Gastfreundschaft überzeugen.

Traditionell fanden an den ersten beiden Tagen die Beratungen des Verbandsvorstandes, der Technischen Kommission (TK) und die Delegierteversammlug statt. In der TK wurde intensiv an der Fertigstellung der elektrischen Normen gearbeitet. Dabei zahlte sich die gute Arbeit der AG Elektrik unter Leitung von Herrn Dahl (BDEF) aus. Die NEM 602, 603, 604, 670, 671 ud 380 wurden durch die Delegiertenversammlung bestätigt. In der DV wurden neben der Bestätigung obiger Normen folgende Themen beraten:

  • Wegen Beitragsrückständen wurde der französische Verband AFAC ausgeschlossen.  
  • Einstimmig wurde der französische Verband GEMME aufgenommen. Er beschäftigt sich mit Meterspurbahnen und Schmalspurbahnen.  
  • Weiterhin wurde ein Beschluß über die Mitgliedschaft von Clubs in Dachorganisationen anderer Länder gefaßt.  
  • Nachdem 1999 in Dänemark der 48. MOROP-Kongreß nach Karlsruhe an den BDEF vergeben wurde, legte der BDEF das Programm den Delegierten vor. Der Kongreß für 2002 wurde nach Frankreich vergeben. Nachdem vorerst kein Veranstalter genannt werden konnte, erklärte sich der neu aufgenommene Verband GEMME bereit, den Kongreß 2002 in Lyon zu organisieren. Dabei erhält er die Unterstützung der anderen französischen Verbände.  

Einstimmig wurde der 50. MOROP-Kongreß im Jahr 2003 an die SMV nach Sachsen vergeben. Damit wurde unserem Verband eine schwere und schöne Aufgabe zugleich übertragen. Es gilt nun diese Herausforderung durch eine intensive und zielstrebische Arbeit zu Realisieren.

Nach den zwei Tagen anstrengender Arbeit wurde am Abend des 11. September im Rathaus der Stadt Lissabon durch den Bürgermeister der 47. MOROP-Kongreß offiziell eröffnet. In den nächsten Tagen erfolgte ein interesanntes Exkursionsprogramm in verschiedene Landesteile Portugals. Dabei zeigten uns unsere portugiesischen Freunde neben den Eisenbahnen und Straßenbahnen Portugals auch manche interessante und schöne Gegend Portugals, die nicht im Programm der bekannten großen Reiseveranstalter stehen.

Am Dienstag ging es mit dem modernen Neigetechnikzug "Pendolino" (FIAT-Italien) von Lissabon nach Porto. Anschließend besichtigten wir in Guifoes die dortige Eisenbahnwerkstätten. Ein Besuch des Straßenbahnmuseums in Porto , verbunden mit einer Fahrt mit einer historischen Sraßenbahn war ein schöner Abschluß dieser Exkursion.

Völlig anders war das Programm am nächsten Tag. Zuerst lernten wir das mit EU-Födermitteln hervorragend ausgebaute Lissabonner Nahverkehrsnetz auf der Reise nach Sintra kennen. Von Sintra führte die Fahrt mit historischen Straßenbahnwagen durch eine herrliche Landschaft an den Atlantik. Zurück nach Lissabon gekehrt, erwartete uns ein Sonderzug, bestehend aus der historischen E-Lok der BR 2500, sowie drei Wagen erste Klasse ud drei Speisewagen. In letzteren konnten wir während der Fahrt nach Entroncamento ein vorzügliches Mittagessen genießen. In Entrocameto besichtigten wir die dortigen Eisenbahnwerkstätten , sowie ein kleines Eisenbahmuseum.

Am Donnerstag erwartete uns wieder ein anstrengendes Exkursionsprogramm. Diesmal begann es nicht mit der Eisenbahn, sondern mit einer Schiffsfahrt über den breiten Tejo nach Barreiro. Hier beginnt für die Lissabonner die Eisenbahnfahrt in den Süden des Landes. Nach der Besichtigung der EIsenbahnwerkstätten in Barreiro fuhren wir mit einem Sonderzug über Setubal nach Vendes Nova durch eine Landschaft mit Korkeichen und Weinanbau. Neben der historischen ALCO- Diesellok von 1948 kam auch ein noch heute im Plandienst befindlicher NOHAB-Triebwagen von 1948 zum Einsatz.

Der Freitag , letzter Tag des Kongresses, stand ganz im Zeichen Lissabons ud seiner einmaligen Straßenbahn. Neben der Besichtigung der Werkstätten der CARRIS und deren Straßenbahnmuseum erfolgte eine Stadtrundfahrt, die wohl kein Teilnehmer so schnell vergessen wird. Was wir hier erlebten sucht sicher seinesgleichen in Europa. Ob steil bergan, oder in schneller Fahrt durch enge Gassen bergab, man bekam einen unvergesslichen Überblick über Lissabon. Der herrliche Tag fand einen würdigen Ausklang mit dem feierlichen Abschlußessen im Straßenbahnmuseum mitten zwischen den historischen Fahrzeugen. Hier zeigten unsere portugisischen Gastgeber nochmals, zu was sie fähig sind.

Es war für alle Teilnehmer ein unvergesslich schöner Kongreß, der allen mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird.

Peter Pohl

  
 
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