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Tagung der TK des MOROP in Wernigerode

Viel Arbeit am Fuße des Brocken

Am 04. und 05. September 2016 tagte die TK in Wernigerode im Rahmen des MOROP-Kongresses, der vom Vorstand des MOROP mit Unterstützung des SMV organsiert wurde. Es waren 16 Teilnehmer aus 13 Mitgliedsverbänden anwesend. Winfried Seewald vertrat außerdem die Industrie.

Erstes Thema war die NEM 102 Umgrenzung des lichten Raumes bei gerader Gleisführung. Neu ist, dass die Maße für die seitlichen Stufen für Bahnsteige (H1) und für Ladekanten (H2) in der Nenngröße II vergrößert werden. Das geschieht, um hier in Analogie zu den Maßen für die Nenngrößen Z bis I, auch Bahnsteigkantenhöhen des Vorbildes bis 960 mm und Ladekantenhöhen bis 1200 mm zulassen zu können. Kompatibilitätsprobleme für die Anwender bisheriger Maße oder mit dem Fahrzeugeinsatz sind damit nicht verbunden. Zusätzlich wurde ein Verweis auf die NEM 110 zu den Abmessungen der Spurrillen aufgenommen. Um die Maßbezeichnungen besser von denen der NEM 301 unterscheiden zu können, werden die Maßbezeichnungen der NEM 102 von Bx und Hx in BLx und HLx geändert (Zusatzbuchstabe L für Lichtraum).

In die NEM 103 Umgrenzung des lichten Raumes bei Gleisführung im Bogen und NEM 112 Gleisabstände im Bogen werden „Interpolationshilfswerte“ unterhalb der zulässigen Mindestradien gemäß NEM 111 eingefügt, aber so gekennzeichnet, dass sie als nicht direkt anwendbare Radien zu erkennen sind.

In der NEM 111 Kleinste Bogenradien werden in der Tabelle in Abschnitt 3.2 jetzt 2 Spalten für die Kastenlänge und für die LüP getrennt bestehen und dies mit einer Anmerkung erläutert.

Zur NEM 113 Übergangsbogen hat sich herausgestellt, dass der bisher im letzten Satz beschriebene Weg, den Punkt K für die Konstruktion des Übergangsbogens zu finden, nicht realisierbar ist. Deshalb wird dieser Satz entfernt. Die verbleibenden Konstruktionshinweise sind ausreichend.

Begonnen wurde die Revision der NEM 201 Fahrdrahtlage. Dabei sollen insbesondere die Maßbeziehungen für die Nenngrößen I und II überprüft und erforderlichenfalls berichtigt werden. In Nenngröße 0 besteht das Problem, dass Fahrzeuge nach dem früheren Maßstab 1 : 43,5 zu Problemen mit der niedrigsten Fahrdrahtlage führen. Obwohl das ursächlich an den Fahrzeugabmessungen liegt, könnte geprüft werden ob hier eine etwas höhere Mindestfahrdrahthöhe Abhilfe schaffen kann. Insgesamt soll die Kontinuität der Wertereihen und die Degression der Umrechnungen von Vorbildmaßen kritisch betrachtet werden.

Ein neues großes Revisionsvorhaben ist die NEM 301 Begrenzung der Fahrzeuge. Hierzu wurde vom SMV vorgeschlagen und nun bestätigt, dass untersucht werden soll, ob die NEM 301 als eine Fahrzeugumgrenzung definiert werden kann, die nicht den festen Fahrzeugquerschnitt beschreibt, sondern auch alle fahrzeugeigenen Spiele und Toleranzen einschließt.  Dann würden diese Einflüsse innerhalb der Umgrenzung erfasst sein und der Abstand zu Lichtraumumgrenzung ein wirklicher Sicherheitsraum sein. Im Erfolgsfall könnte es ein großer Schritt in Richtung Vorbildnähe sein. Das betrifft die realistische Gestaltung von Fahrzeugen, indem die Hersteller veranlasst werden, weniger unnötiges Spiel in die Fahrwerke einzubauen. Derzeit wird hier oft deutlich zuviel des Guten getan. Zweiachsige Fahrzeuge und Drehstelle brauchen z.B., außer für die leichte Beweglichkeit der Achsen, überhaupt kein Seitenspiel im Fahrwerk. In der Folge dieser Änderung könnten dann die Lichtraumumgrenzungen untersucht werden, ob hier, vor allem im unteren Bereich für Bahnsteige, Verringerungen oder spezifische Einragungen zugelassen werden könnten. Anhand einer beispielhaft für die Spurweite 16,5 mm angefertigten Lehre und einiger in dieser Hinsicht auffälliger Fahrzeuge wurde gezeigt, wie einfach die Einhaltung der Fahrzeugumgrenzung im kinematischen Sinne geprüft werden kann. Demnächst sollen nun die Länderverbände und ihre Clubs gebeten werden, entsprechende Untersuchungen für möglichst alle Spurweiten und viele Fahrzeuge zu führen. Der Aufruf dazu über die Verbandsorgane wird natürlich eine Anleitung für den Bau der Lehre und Hinweise, worauf es ankommt, enthalten.

In der NEM 356 Kurzkupplungskopf für Nenngröße N fand sich für die Kupplungshöhe bisher das Maß 4,5 mm (Höhe der Kupplungsmitte = Achse der Aufnahme), welches von allen anderen Normen, die sich auf dieselbe Kupplungsaufnahme beziehen, abweicht. Recherchen bei der Industrie haben dafür keine Erklärung erbracht. Daher wurde hier übereinstimmend das Maß auch in 4,0 mm geändert. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Anordnung der Ansichten verbessert. Da die Kupplung nicht nur für Kurzkupplungen angewendet wird, wird der Titel entsprechend geändert und eine Anmerkung mit Bezug auf die NEM 352 (Kinematische Führung) aufgenommen.

Neu erarbeitet und fertiggestellt wurde die NEM 641 Digitale Zugförderung – Elektrische Kennwerte. Zweck ist, die verwendeten Spannungen, ihre Größen und einzukalkulierende auftretende Verluste zu erklären und so zu normieren, dass für die Motoren die Eingangsparameter gemäß NEM 630 eingehalten werden.

In die revidierte NEM 650 Elektrische Schnittstellen für Modellfahrzeuge wurde bei der Definition der Kabelfarben der Hinweis auf symmetrischen Oberleitungsbetrieb nach NEM 620 sowie textliche Verbesserungen aufgenommen.

Da die NEM 662 Elektrische Schnittstelle Next18 für Decoder mit und ohne Sound vorgesehen ist, soll das künftig in der Norm besser auseinandergehalten werden. Der Hinweis, dass Fahrzeuge mit der Schnittstelle Next18S nicht mit Decodern Next18 bestückt werden, ist erforderlich, weil die Verwendung falscher Decoder Funktionsstörungen und ggf. sogar Schäden hervorrufen könnte.  Die Hersteller sollen die verwendete Schnittstelle bei Fahrzeugen auf der Verpackung und in der Beschreibung exakt benennen.

Zu der in deutscher Sprache bereits existierenden länderspezifischen NEM 933/2 CH Anlagenmodule MAS 60 / Spur H0 wurde nun die französischsprachige Fassung ergänzt.  Die nächsten Tagungen der TK finden in Ostrava (CZ) am 31.03. bis 02.04.2017 und im Rahmen des Kongresses 2017 in Groningen (NL) am 03. bis 08.09.2017 statt.

Ein Bericht über das Kongressprogramm in Wernigerode ist in diesem gesonderten Artikel zu finden.

Die technische Kommission des MOROP sucht übrigens dringend Unterstützung. Zum 1. Januar 2017 legt der derzeitige Leiter der TK, Achim Sührig, sein Amt nieder. Bis jetzt ist noch kein Nachfolger gefunden. Wer also technisch versiert ist, sich zutraut, eine große Arbeitsgruppe zu leiten und bestenfalls noch etwas Englisch oder Französisch spricht, sollte sein Interesse bitte beim MOROP selbst oder beim Vorstand von SMV oder BDEF bekunden.

 

Text: Karsten Flach (Vertreter der SMV im MOROP)

  
 
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