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Piko-Lokomotiven von AC auf DC umbauen

Ein schneller Bastelspaß für Pausen in der Heimarbeit

Durch die Corona-bedingt angeordnete Heimarbeit ergab sich bei mir neulich die Gelegenheit zu einer halben Stunde kurzweiligen und ungetrübten Bastelspaß. Einigen unter uns Modellbahnfreunden, die derzeit in den heimischen vier Wänden fest sitzen, wird es bereits so ergangen sein.

 

 
 

Und auch das kennt man: das Wunschmodell für die Vereins- oder Privatananlage ist bereits im Handel vergriffen, als das eigene Interesse an genau dieser Baureihe oder einer bestimmten Maschine erwächst.

Mir erging es in Bezug auf die geplante Ergänzung unseres Fahrzeugparks mit einem Modell der Lok 234 304-4 ebenso. Nach einiger Suche in der elektronischen "Bucht" (eBay)  wurde ich bei einem Angebot eines Piko-Modells dieser Lok fündig - allerdings in der Wechselstromausführung. Da unser Modellbahnfreund Hans Schulz bereits mit einer Lok der BR 118 desselben Herstellers die Umrüstung eines Wechselstrommodells in die Gleichstromausführung vorgenommen hatte, war der Entschluss gefasst, es bei dieser Lok gleich zu tun.

Schwierig ist ein Umbau heute ja nicht mehr. Wechselstrommotoren kommen seit jeher nicht mehr zum Einsatz. Der Betrieb mit Wechselstrom wird über einen Decoder realisiert. Einzig die eingesetzten Achsen unterscheiden sich im Profil und der Isolierung. Als erstes bestellte ich also (nach dem geglückten Erwerb der Lok) über den Ersatzteilservice in Sonneberg die drei Radsatzpaare (mit Zahnrad und Haftreifen, mit Zahnrad ohne Haftreifen und ohne Zahnrad).

Da sowohl die Lok wie auch die Ersatzteile bereits angekommen waren, konnte ich die kurze Heimarbeitspause nutzen, den Umbau in Angriff zu nehmen.

Auf Grund der auf der Zentralplatine vorhandenen Lötpads empfehle ich den nachbauwilligen Modellbahnfreunden die Benutzung einer temperaturgeregelten Lötstation mit einer feinen Lötspitze.

Zuerst ist nach dem Ablöten der roten Zuleitung von der Platine der Mittelschleifer abzubauen. Danach werden die nicht isolierten Radsätze der Wechselstromausführung durch die für das Gleichstromsystem vorgesehenen ersetzt. Die durch eine Rastverbindung gehaltene Drehgestellblenden werden dazu mit Hilfe eines feinen Schraubendrehers vom Drehgestellkörper abgehebelt und die Radsätze entsprechend ihrer Lage im Drehgestell eins zu eins ausgetauscht. Nach der dann erfolgten Montage der Drehgestellblenden ist die eine Befestigungsschraube der Zentralplatine von der mit AC gekennzeichneten Gebindebohrung zu lösen und in der mit DC gekennzeichneten fest zu schrauben. Zum Schluss sind die beiden Zuleitungen vom Drehgestell, die an den Lötpads WR-AC angelötet sind, hier ab- und an den Lötpads WR-DC anzulöten.

Je nach persönlichem Geschmack kann der in der nun ehemaligen Wechselstromlok verbaute PluX22-Decoder auf der Platine verbleiben oder durch einen Brückenstecker (z.B. Ersatzteil von Piko) bzw. einen Decoder der eigenen Wahl ersetzt werden.

Die ersten Probefahrten waren eine willkommene Belohnung bevor die nächsten E-Mails oder Anrufe zurück ins heimische "Büro" riefen.

 

Text: Jörg Meyer (SMV505)
Fotos: Jörg Meyer

 
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