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Besucheransturm auf der 16. MODELL+BAHN Ausstellung in Löbau

Traditionelle Lausitzer Veranstaltung mit wechselvoller Geschichte

Aus einer Idee am Kaffeetisch, wurde im Jahr 1999 eine erfolgreiche Ausstellung, die sich etabliert hat und zum festen Bestanteil des Veranstaltungsangebotes in der Region Oberlausitz/ Niederschlesien gehört. 

Von 1999 bis zum Jahr 2004 in der Stadthalle Görlitz, nach deren Schließung, ab dem Jahr 2005 bis 2012, im Sport- und Freizeitzentrum "Rosenhof", in Görlitz. Als dort bauliche Veränderungen vorgenommen wurden, musste nach einer neuen Halle gesucht werden. Die fand sich im 25 km entfernten Löbau, wo wir die Ausstellung seit dem Jahr 2014 durchführen. Der dortige Messe- und Veranstaltungspark bietet ideale Bedingungen und durch die Zusammenarbeit mit den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden (OSEF) ist es gelungen, die große Eisenbahn in die Ausstellung einzubeziehen. 

 

 
 

Nach intensiven Vorbereitungen war es am 11. Januar 2018 nun wieder so weit. Die Türen der Messehalle in Löbau öffneten sich für die Besucher. Der Vorsitzende des Görlitzer Modelleisenbahnverein e.V. (SMV024), Uwe Rothenbusch, begrüßte die Ehrengäste, Besucher und Aussteller. Anschließend eröffnete der Oberbürgermeister der Stadt Löbau, Dietmar Buchholz, die Ausstellung.

Auf mehr als 4.000 m² Ausstellungsfläche, in der Messehalle und in der benachbarten "Blumenhalle", zeigten rund 100 Aussteller ihre Modellbahnanlagen, Schiffe, Fahrzeuge, Flugzeuge und den Plastmodellbau. Händler boten wieder Fachliteratur, Modellbahnen, Bausätze, Ersatzteile, Gebrauchtwaren und auch spezielle Werkzeuge, wie Rollenprüfstände und vieles mehr zum Kauf an und bereicherten mit ihrem Angebot die Ausstellung. 

Von der Groß- bis zur Heimanlage war bei den Modelleisenbahnen wieder ein Angebot gelungen, das von den Besuchern vielfach gelobt wurde. Schon am Anfang des Ausstellungsrundganges begrüßte die Besucher ein bekanntes Gesicht. Hagen von Ortloff präsentierte seine umfangreiche Spur-S-Anlage, die bei vielen Besuchern Kindheitserinnerungen weckte. Angeregte Gespräche mit dem ehemaligen SWR-Moderator waren die Folge. Der nahm sich viel Zeit für die Besucher, so dass mancher auch ein persönlich gewidmetes Autogrammfoto mit nach Hause nehmen konnte.

Direkt gegenüber war die imposante TT-Gotthard-Bahn aus Leipzig zu bestaunen. Nach vielen vergeblichen Anfragen durch den Veranstalter der Ausstellung, war es nun endlich gelungen, diese Anlage in Löbau zu zeigen.

In unmittelbarer Nähe gab es schon den nächsten Höhepunkt: die "West Side Lumber Modell-Railway". Modelleisenbahner aus Euskirchen - mit Klaus-P. Kerwer an der Spitze - haben eine detailgetreue Spur G-Anlage geschaffen, die den Holzeinschlag in den amerikanischen Wäldern zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt. Digital gesteuert, mit vielen Effekten versehen, war die Anlage ein begehrtes Film- und Fotoobjekt.

Auch Winteranlagen finden immer wieder das Interesse der Besucher. So auch die H0-Anlage von Hans-Joachim Bänsch und die H0e-Anlage von Rainer Rubin, beide aus Cottbus und Mitglieder des EBC "Spreewaldbahn" Cottbus e.V.

Der MEC Oranienburg 1964 e.V. zeigte seine H0-Anlage und eine private Zirkusanlage mit vielen Details, die besonders bei den kleinen Besuchern großen Anklang fand. Ingolf Feldt aus Görlitz zeigte seine H0-Anlage mit Rummelplatz, Straßenbahn vor einer Stadtkulisse und vielen Lichteffekten.

Der MEBV "Friedrich List" Leipzig e.V. war mit der H0-Anlage "Bhf. Borsdorf" angereist, die Cottbuser Schmalspurfreunde präsentierten ihre TT-Anlage. Auch die H0e-Anlage der Epoche II vom Burgstädter D. Marsch war immer wieder umringt von den Besuchern der Ausstellung.

Ganz besonders angetan waren diese aber auch von der Spur G-Anlage von M. Schubert aus Pulsnitz. Das Besondere an dieser Anlage ist, dass auf der Basis von LGB-Antrieben und Fahrgestellen, alle Fahrzeuge, das Zubehör und das Gestaltungsmaterial aus unbehandeltem Holz hergestellt sind. Eine sehr gelungene Komposition - wie viele der Besucher feststellten.

S. und P. Merseburg hatten den Weg aus der Nähe von Bonn bis nach Löbau auf sich genommen, um ihr Diorama einer amerikanischen Diesellokhalle und selbst gestaltete Fahrzeuge zu präsentieren. Die Magdeburger Straßenbahnfreunde e.V. zeigten eine große H0-Straßenbahnanlage, gestaltet in Mitten einer Stadtlandschaft, mit Depot, Brücken und zahlreichem Zubehör. Mit dabei auch der MEC Pirna e.V., im Februar Veranstalter  der "Erlebnis Modellbahn" in der Messe Dresden. Die Vereinsmitglieder zeigten eine H0-Anlage.

Die Modellbahngemeinschaft aus Dresden kombinierte eine H0m-Spreewaldbahnanlage und eine H0e-Bergwerksanlage. Aus Guben kam die Modulgruppe Guben - Gubin mit ihrer TT-Anlage. Auch hier gab es viele gestalterische Details zu entdecken und zu bestaunen. Weitere Aussteller aus Berlin, Hainichen, Görlitz, Halle, Bautzen, Stülow, Kamenz, Ebersbach und Leutersdorf vervollständigten das Modellbahnangebot in der großen Messehalle.

Die Sächsische Modellbahner-Vereinigung bot mit dem Junior College Europa (JCE) besonders den kleinen Besuchern die Möglichkeit zum Basteln und Spielen. Der MEC Frankenberg stellte dafür seine Spielanlage zur Verfügung, eine Modellbahnanlage, welche die Kinder selber steuern konnten.

Das Schlesische Museum Görlitz präsentierte sein Veranstaltungsangebot - hier besonders die, noch bis zum September diesen Jahres dauernde Ausstellung "Achtung Zug! 175 Jahre Eisenbahn in Schlesien". Den Besuch sollte sich kein Eisenbahnfreund entgehen lassen!

Auf der Bühne hatten die Mitglieder der 1.Görlitzer IG Gartenbahn IIm, mit vielen Grünpflanzen und Rindenmulch ihre Anlage gestaltet.

Ein Blickfang war die Präsentation des Waggonbaus in Görlitz. Auf zwölf Plakaten zeugten viele Bilder und der dazugehörige Text von der über 160 jährigen Tradition des Betriebes und vom Können mehrerer Generationen Görlitzer Waggonbauer. Erinnert sei hier u.a. an die Serien von Schlaf- und Speisewagen für die damalige UdSSR und für China, an die Wagen des DDR-Regierungszuges und an den SVT 175, der heute auf vielen Modellbahnanlagen zu finden ist. Durch Umstrukturierungen und Verlagerung von Teilen der Produktion an andere Standorte, ist das jetzt zum Bombardier-Konzern gehörende Görlitzer Werk mittlerweile akut von der Schließung bedroht.

Was gab es in der Messehalle noch zu sehen? Ein weiterer Anziehungspunkt waren die Modellbauer. Viele Besucher fanden sich zu den Vorführungen an der Flugfläche und am Wasserbecken ein und bewunderten sowohl die Modelle im Maßstab 1:8 bis 1:400, als auch die Experten an den Fernsteuerungen. Staunen und viele Fragen lösten auch die Großmodelle, wie LKW, Panzer und Transportfahrzeuge aus, deren verschiedene Funktionen ebenfalls vorgestellt wurden.

An einem Flugsimulatur konnten sich die Besucher in der Steuerung eines Modellflugzeuges üben. Auf der Freifläche, vor der Messehalle, verkürzten die Modellbauer mit ihren Vorführungen den Besuchern die Wartezeit am Einlass. Kinder nutzen die Gelegenheit zu einer Fahrt mit der Kindereisenbahn.

In der benachbarten "Blumenhalle" (Halle 2) erwarteten weitere Aussteller die Besucher. So zeigte im Erdgeschoss die Görlitzer Oldtimer Parkeisenbahn e.V. ihre H0e-Anlage. Auch Frank Adam aus Dresden und W. Müller führten Schmalspurbahnen in H0e vor.

Im Obergeschoss sahen die Besucher zuerst die digitale Spur 0-Amerika-Anlage von Paul Schraeppen aus Belgien. Schon im Jahr 2016 dabei, hat er sich der amerikanischen Eisenbahn verschrieben und dieses Mal eine andere Anlage, zum gleichen Thema, mitgebracht.

Die Arbeitsgemeinschaft Meißen e.V. konnte aus Platzgründen nur einen Teil ihrer großen H0/H0e-Anlage zeigen.

Sehr interessant gestaltet auch die TT-Anlage nach tschechischem Vorbild, von Sebastian Schmidt aus Weimar. 

Der MC "Lößnitzgrund" e.V. zeigte eine kombinierte H0-Eisenbahn- u. Straßenbahnanlage. Motive aus dem Lausitzer Braunkohlenrevier hat Wulf Prein, aus Großräschen, auf seiner N-Anlage dargestellt. Mit dem MEC "Saxonia" aus Dresden und der TT-Anlage des MEV Ostritz/Leuba schließt sich der Kreis der ausgestellten Modellbahnanlagen. Weitere acht Aussteller aus dem Bereich Modellbau zeugten auch an dieser Stelle von der Vielfalt der  Exponate. 

Mit von der Partie waren auch wieder die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde (OSEF) e.V. Löbau.  Neben ihren Modellbahnanlagen präsentierten die Vereinsmitglieder einen originalen Speisewagen der MITROPA, der bewirtschaftet war und zu einer Pause beim Ausstellungsrundgang einlud. Viele Besucher nutzten auch die Möglichkeit einer Führerstandsmitfahrt auf der vereinseigenen Diesellok V105 015-2.

An allen Ausstellungstagen lud der Vereinsvorsitzende der OSEF, Alfred Simm, die Besucher zum "Kaffeeklatsch mit Hagen von Ortloff" ein. In lockerer Atmosphäre gab es Geschichten und Anekdoten aus dem Leben des beliebten Moderators zu erfahren.

Und auch die Vorstände von BDEF und SMV nutzten die große Veranstaltung des "gemeinsamen" Mitglieds auch für eine gemeinsame Vorstandssitzung. Diskutiert wurden neben den Plänen der Verbandsverschmelzung vor allem die gemeinsamen Messeauftritte und die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit. Und natürlich standen auch Besuche auf der Ausstellung sowie Gespräche mit den anwesenden Mitgliedern auf dem Programm.

Der einzige "Wermutstropfen dieser Veranstaltung: Mit dem Weggang aus Görlitz ist der Verein wohl leider auch in kommunalpolitische Befindlichkeiten geraten, die dessen Vereinstätigkeit nicht dienlich sind. Die Görlitzer Aussteller und die Mitglieder des veranstaltenden Vereins brachten ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass trotz persönlicher Einladung, bisher kein verantwortlicher Kommunalpolitiker ihrer Heimatstadt, eine der Ausstellungen in Löbau besuchte.

Diese Ausstellung - im Ehrenamt organsiert - ist eine kulturelle und wirtschaftliche Bereicherung für die ganze Region und sollte einen festen Punkt im Terminkalender der Kommunalpolitik haben. Die Besucherzahlen sprechen da eine klare Sprache: am Abend des letzten Ausstellungstages konnte den anwesenden Ausstellern verkündet werden, dass 11.000 Besucher nach Löbau gekommen waren. Viele brachten in Gesprächen ihre Anerkennung und den Dank für die wieder interessante, informative und sehr gelungenen Ausstellung zum Ausdruck.

Mit dem Ende der Ausstellung fiel für die 14 aktiven Vereinsmitglieder auch der Startschuss für den Beginn der Vorbereitungen zur 17. "Modell+Bahn-Ausstellung", die voraussichtlich im Januar 2020 stattfinden wird.

Dann aber unter neuer Führung, denn der bisherige Ausstellungsorganisator, Roland Skupin, hat sich nun endgültig aus dieser Funktion verabschiedet, wird aber weiterhin im Verein, u.a. in der Organisation dieser Ausstellung, mitarbeiten.

Der Dank des Vorstandes des veranstaltenden Vereins geht an alle Aussteller, an die zahlreichen Helfer, die Sponsoren, die Stadt Löbau, die Medienvertreter, die Betreiber der Modellbahn-/Modellbau-Portale, die Sächsische Modellbahner-Vereinigung e.V., den BDEF e.V., die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde e.V. Löbau, an das Catering-Team, das Team des Messe- & Veranstaltungspark Löbau und vor allem natürlich an die Mitglieder des Görlitzer Modelleisenbahnverein e.V.

Interessierte Vereine,  Einzelaussteller, Firmen und Gewerbetreibende, die an der 17. "Modell+Bahn-Ausstellung" im Jahr 2020 teilnehmen möchten, können sich schon jetzt bewerben. 

Infos zur Ausstellung und zum Görlitzer Modelleisenbahnverein e.V. sind unter www.goerlitzer-mebv.de zu finden.

 

Text: Roland Skupin (SMV024, Ausstellungsleiter)
Fotos: Roland Skupin, Mirko Caspar

 
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