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Wir trauern um Bernd Gützold

Wegbereiter der sächsischen Modellbahnindustrie verstorben

Mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass Bernd Gützold am 30.12.2020 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Horst Thiele

Bernd Gützold

Der Name Gützold und das Leben von Bernd Gützold ist eng mit der Entwicklung der sächsischen Modellbahnindustrie nach 1945 verbunden, die er ebenso mit seinem Namen prägte wie u.a. Auhagen, Pilz, Schicht und Ehlke.

Begonnen hatte es 1946 mit der Gründung einer Kolbengießerei durch Ing. Johannes Gützold im Hinterhaus des großväterlichen Grundsückes am Dr. Friedrichs-Ring 91 in Zwickau. Nicht zuletzt der Wunsch, den drei Söhnen Bernd, Lutz und Hans eine Modelleisenbahn zu schenken, führte 1950 zur Geburt der Modellbahnproduktion in Zwickau. Die erste Lok war eine zweifachgekuppelte Tenderlok ohne Vorbild mit Aluminiumgehäuse und Zinkrahmen.

Die in den folgenden Jahren entwickelten und gefertigten Dampfloks der BR 64, BR24, BR 75 und BR 42 zeugten vom hohen Können der Zwickauer Modellbauer. 1968 musste der Firmengründer Johannes Gützold aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen.

Sein Sohn Bernd Gützold übernahm die Geschäftsführung. Der Betrieb war zwischenzeitlich gewachsen, und beschäftigte über 100 Mitarbeiter. Mit viel Engagement von Bernd Gützold entwickelte sich der Familienbetrieb weiter. Berühmte Modelle wie die V100 und die V180 der DR trugen zum Erfolg bei. Doch das Jahr 1972 brachte für die Firma "Gützold GmbH & Co.KG", wie für die meisten mittelständigen sächsischen Modellbahnbetriebe, eine gravierende Veränderung. Die Firma wurde von der DDR-Regierung verstaatlicht und firmierte nunmehr unter dem Namen "VEB Eisenbahnmodellbau Zwickau". Bernd Gützold schied daraufhin aus dem ehemals väterlichen Betrieb aus. Der Betrieb wurde 1980 dem VEB Plasticart Annaberg-Buchholz angegliedert.

Mit der politischen Wende im Osten Deutschlands erfolgte auch ein neuer Lebensabschnitt für Bernd Gützold. Am 01. Juni 1990 erfolgte die Reprivatisierung des Betriebes. Ing. Bernd Gützold übernahm wieder die Leitung seines väterlichen Betriebes. In den folgenden Jahren gelang es Bernd Gützold, sein Unternehmen trotz harter Konkurrenz erfolgreich weiterzuführen. Die Modelle der sächsischen Dampfloks der BR 75, BR 98 und besonders die BR 19.0, dem "Sachsenstolz", zeugten noch immer vom hohen Können. Leider konnte die Unternehmensnachfolge von Bernd Gützold nicht gelöst werden, so dass ab 2010 das Ende der Firma eingeläutet wurde. Bernd Gützold ging in den Ruhestand. Seit 2017 gehören Teile der ehemaligen Firma "Gützold Gmbh & Co.KG" der Firma "fischer-modell GmbH". Der Produktname "Gützold" wurde aber erhalten.

Mit Bernd Gützold verliert die Modellbahnbranche einen erfolgreichen Pionier der sächsischen Modellbahnindustrie, und die SMV einen Förderer. Seine Firma war von 2002 bis 2013 Fördermitglied der SMV.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gehört den Angehörigen der Familie Gützold.

 

Peter Pohl im Namen des Vorstandes der SMV

  
 
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