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Rauch aus dem Schornstein

Ein Erfahrungsbericht

Als vor kurzem auf der Website der Firma Auhagen einen Basteltipp zur Ausrüstung des großen Fabrikschornsteins mit einem Rauchgenerator gelesen hatte, fiel mir die vor einigen Jahren von uns - den Mitgliedern des MBC Greifswald e.V. (SMV505) - auf der Anlage "Oberhafen 2" realisierte Variante für das Industriekraftwerk unseres Bergwerks ein. Da ein angemessen qualmender Schornstein durchaus mit Tücken verbunden sein kann, möchte ich in diesem Basteltipp unsere Erfahrungen niederschreiben.

 

 
 

Wir verwenden seit längerem als Raucherzeuger den Rauchgenerator für Gebäude der Firma Faller. Mit dem Eigenbauschornstein von ca. 25 bis 30 cm Höhe gab es mit diesem Raucherzeuger nur selten bei ungünstigen thermischen Bedingungen Schwierigkeiten mit dem "Gequöse". Das änderte sich schlagartig, als wir den imposanten Fabrikschornstein mit dem Häuschen für den Fuchs aus der Produktion der Firma Auhagen hier einsetzen wollten. Offenbar hat der Schornstein für das verdampfte Fluid zu wenig Zug, so dass, den Gesetzen der Thermodynamik folgend, die Rauchsäule über dem Verdampferelement des Rauchgenerators stehen blieb.

Durch Zufall bekamen wir heraus, dass sich der Rauch durch leichtes Anblasen der Einfüllöffnung in mächtigen, einem Kesselhaus angemessenen Wolken, aus dem Schlot bewegen ließ. Das beeindruckte natürlich unser Publikum auf den Ausstellungen und entspricht in der Qualmdichte auch wesentlich mehr dem Vorbild in seinem umweltschädlichen Wirken. Ebenso zufällig fiel uns ein ausgemusterter Lüfter in geeigneter Größe aus dem Computerbau in die Hände. Den haben wir, mit einem passend angefertigten Gehäuse aus Sperrholzresten versehen, über der Einfüllöffnung des Generators zwischen Kesselhaus und der hinter dem Haus liegenden Stützmauer positioniert. Der für 12 V Gleichspannung ausgelegte Lüfter wird mit einem Steckernetzteil mit etwa 7 V Spannung versorgt. Da selbst bei dieser Spannung der Rauch zu sehr in die Höhe gepustet wird, und damit der Rauchdestillatverbrauch unseres kleinen Kesselhauses Dimensionen eines Großkraftwerkes betrug, mussten wir nach einer Möglichkeit zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit suchen. Die haben wir mit der Montage des kleinen Schiebers auf der Ansaugseite des Lüfters gefunden, wie es auch auf dem Foto zu sehen ist.

Nun gibt der Schlot, der noch auf die Komplettierung mit LEDs zur Flugsicherung wartet, die gewünschten dichten Rauchschwaden in den gewünschten Duftnoten (je nach verwendetem Destillat) ab. Die Nachfüllung der notwendigen Betriebsstoffe erfolgt jetzt abweichend vom Urzustand über die Öffnung über dem Verdampferelement nach Abnahme des lose aufgesetzten Schornsteins.

 

Weitere Informationen
MBC Greifswald www.mbc-greifswald.de
Basteltipps Auhagen www.auhagen.de

 

 

 

 

Text: Jörg Meyer (SMV505)
Fotos: Jörg Meyer

 
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