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Besuch des Workshops bei Qdecoder

Ein Erfahrungsbericht

Am 10. September war es endlich soweit. Voller Erwartung fuhr ich nach Dresden, um am ersten Qdecoder-Workshop teilzunehmen. Pünktlich um 15 Uhr begann diese Veranstaltung am Firmensitz nahe dem Dresdner Hauptbahnhof.

Zehn Teilnehmer saßen gespannt vor ihren mitgebrachten Notebooks. Der Geschäftsführer Dr. Thomas Leitner begrüßt alle Anwesenden und begann nach einführenden Worten mit dem ersten Teil des Workshops.

Zuerst wurde dafür Sorge getragen, dass alle Teilnehmer bei der für die Arbeit benötigten Software "QRail" auf den gleichen Versionsstand kamen. Währenddessen schlossen alle Anwesenden einen "Qdecoder Signal Z1-16" an den bereitgestellten Programmer an. Zudem befestigten sie an den Ausgangs-Anschlussleisten "ihres" Decoders die bereitliegenden LED-Leisten. Diese zeigten während der einzelnen Übungen den Schaltzustand an und dienten somit der Konfigurationskontrolle.

Nun begann die eigentliche Arbeit im Workshop.

Herr Leitner zeigte kurz auf, welche Themenbereiche im Laufe des Nachmittags behandelt werden sollten. Einen kurzer Abriss zu Begrifflichkeiten - was ist Blinken, direktes Überblenden, Wechselblinker usw. - und den Unterschied von Helligkeitskennzeichen bei Glühlampen und LEDs folgte die erste Aufgabe.

Stellen Sie ein sauberes Überblenden zwischen 2 LEDs bei einer Auf- und Abblendzeit von 1 Sekunde ein. Eine nicht ganz so einfache Aufgabe, die jedoch mit Unterstützung seines Teams zu aller Zufriedenheit gelöst wurde.

Nun ging es in den Bereich der Signalschaltungen mit dem Z1-16. Erst folgte eine Auflistung der Hauptsignalbegriffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hierbei zeigte sich, dass bei keinem der Signalsysteme mehr als 6 Hauptsignalbegriffe zur Anwendung kommen.

In der nun folgenden Aufgabe sollte eine Signalkonfiguration mit einer Hl-Haupt-Vorsignalkombination konfiguriert werden. Hierzu kam der im QRail enthaltene Konfigurator zum Einsatz. Ergänzende Aufgaben folgten zur vorgegebenen HL-Signalkombination.

Die gleiche Aufgabe sollte nun mit einer H/V-Kombination aus Einfahrsignal mit Vorsignal und Ausfahrtshauptsignal erstellt werden. Hierbei kam bei dieser Aufgabe ergänzend hinzu, dass nun eine Signaladresse mehrfach Verwendung fand.

Anschließend zeigt Thomas Leitner anhand einer Präsentationsfolie auf, dass bei einigen Signalkombinationen der europäischen Signalsysteme das Prinzip der gleichen Adresse Anwendung findet. Dass auch Mehrabschnittssignale mit den Decodern von Qdecoder geschaltet werden können, erklärte er ausführlich im folgenden Schritt.

Im Übungsabschnitt "Intelligentes Schalten" mit einer Signalkombination aus Haupt- und Vorsignal mit Geschwindigkeitsanzeigern, bei der Fahrt in eine nachfolgende Gleisharfe war das Thema des folgenden Kapitels. Hier kam nun erstmals der Qdecoder Z1-16+, auch als Alleskönner bezeichnet, zum Einsatz. Dieser Decoder kann im Gegensatz zum Z1-16 alles, nur muss man ihm auch alle Abläufe einzeln vermitteln bzw. programmieren.

Nach Lösen der Aufgabe unter Aufzeigen der zweiten Programmiermöglichkeit "CV-Set erstellen" kamen alle Teilnehmer zu gewünschten Ergebnis.

Weiterführende Themen zur Signalisierung wurden nur kurz angerissen. Hierfür hätte die Zeit - diese war eh schon knapp bemessen - nicht gereicht.

Nach einer Pause zur Regeneration der Hirnzellen ging es mit dem Anwendungsgebiet der Lichteffekte weiter. Hier wurde nochmals sehr deutlich, dass es mit dem Alleskönner-Decoder vom Typ Z1-16+ ein Werkzeuge gibt, das gleichermaßen bei digital wie auch analog gesteuerten Anlagen eingesetzt werden kann. Neben einer Ansteuerung mittels PC oder Digitalzentrale könne diese Decoder auch dezentral durch Schaltkontakte bzw. Taster/Schalter aktiviert, ja selbst programmiert, werden.

Werkseitig sind mannigfaltige Lichteffekte bereits vorhanden, die durch Eintrag der entsprechenden CV im Decoder, beispielsweise mittels Programmer, ausgeführt werden. Aber nicht nur Effekte sind vorhanden, auch gesamte Lichtschaltmodi wie Zufallsblinken, Wohnzimmer, Küche und diverse Einstellungen wie Dämmerung, Nacht, Abend sind abrufbar.

Einige Aufgaben im Bereich Lichteffekte folgten. Hier erklärte Herr Leitner auch die Programmierung mittels des im QRail enthaltenen Funktionsgenerators.

Gerne hätten wir alle auch die angebotene Aufgabe zur Schaltung einer komplexen Ampel erarbeitet. Leider fehlte hier aber aufgrund der Komplexität der behandelten Themen die Zeit.

Nach der Zusammenfassung durch den Moderator fanden noch zahlreiche interessante Gespräche im Rahmen eines kleinen Imbisses statt. Alle Teilnehmer waren der Auffassung, dass es einen zweiten Workshop zur Themenvertiefung und Erarbeitung noch offener Thematiken geben sollte.

Vollgestopft mit Wissen und der Erkenntnis, 500 Kilometer nicht umsonst gefahren zu sein, trat ich die Heimreise an.

Mein Fazit aus der Veranstaltung ist, dass der Workshop für die zu besprechenden Themen zu kurz war. Vielleicht sollte man sich überlegen, ein Grundseminar mit ein oder zwei Aufbauseminaren anzubieten. Es war eine tolle Veranstaltung. Ein Dankeschön an Herr Dr. Leitner und sein hervorragendes Team.

 

Text: Heinz Hofmann

  
 
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