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63. MOROP Kongress in Wernigerode 2016

Harzer Schmalspurbahnen im Zentrum 

Bereits wieder Geschichte ist der 63. MOROP-Kongress, der vom 4. bis 9. September 2016 in Wernigerode stattgefunden hat. Da sich kein Mitgliedsverband für die Organisation des 63. Kongresses bereit erklärt hatte, erfolgte die Organisation des diesjährigen Kongresses durch den Vorstand des MOROP in Verantwortung des Vizepräsidenten Jürgen Berghäuser. In der zweijährigen Vorbereitungszeit wurde er aktiv durch die SMV-Mitglieder Frank Schubert und Peter Pohl unterstützt.

 

 
 

Das Wernigeroder HKK-Hotel war angenehmer Mittelpunkt des Kongresses. Hier übernachteten die meisten Teilnehmer. Für die am Sonntag und Montag stattfindenden Tagungen der TK (siehe hierzu auch den gesonderten Artikel über die Arbeitsergebnisse), der Delegiertenversammlung und der Generalversammlung des Journalistenverbandes FERPRESS bot das Hotel gute Arbeitsbedingungen.

108 Teilnehmer aus 14 Ländern folgten der Einladung des MOROP-Vorstandes in die "Bunte Stadt am Harz – Wernigerode". Die größte Gruppe stellten wieder einmal die Freunde aus Katalonien.

Die offizielle Kongresseröffnung fand am Montag, dem 5.September, im Saal des historischen Rathauses zu Wernigerode statt. Nach den Grußworten von Herrn Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) und Herrn Peter Gaffert, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, erfolgte die Kongresseröffnung durch den MOROP-Präsidenten Peter Briegel.

Wie nicht anders zu erwarten, stand das Programm der nächsten 3 Tage ganz im Zeichen der Harzer Schmalspurbahn. Am Dienstag, dem 6. September, begann unsere Harzrundfahrt mit dem Triebwagen des "Harz-Elbe-Express" (HEX) ab Wernigerode. Mit einem Umstieg in Halberstadt war Quedlinburg das Ziel. Dort wurde unser Sonderzug nach Abfahrt des planmäßigen HSB-Triebwagens bereitgestellt. Er bestand aus 3 Bi-Wagen in der typischen Farbgebung rot/ elfenbein, gezogen von der Lok 99 6001. Unsere Fahrt ab Quedlinburg erfolgte auf der jüngsten Schmalspurstrecke Deutschlands. Sie wurde am 26. Juni 2006 nach Umspurung der ehemaligen Normalspurstrecke nach Frose bis Gernrode in Betrieb genommen. Nach der Fahrt auf der jüngsten ging es auf der ältesten Schmalspurbahn des Harzes über Strenhaus-Ramberg durch das Selketal weiter nach Alexisbad. Die Stichstrecke nach Harzgerode wurde natürlich auch befahren. Ein Fotohalt begeisterte die unzähligen Fotofreunde, die zum Kongress angereist waren.

Nach dem Umsetzen der Lok ging es zurück nach Alexisbad und dann weiter im Selketal bis Silberhütte. Die Fahrt endete hier auf einem Abstellgleis im ehemaligen Kraftwerk Silberhütte. Nach kurzem Fußmarsch erwarte uns dann im Waldhof ein Mittagessen aus der Gulaschkanone.

Bei schönstem Sommerwetter fuhr der Sonderzug weiter im Selketal bergwärts ins Hochland um Stiege. Vor der Weiterfahrt zum Endpunkt der Strecke in Hasselfelde wurde zur Freude vieler Reiseteilnehmer die Wendeschleife in Stiege durchfahren. Hier handelt es sich um ein Novum auf europäischen Schmalspurbahnen. Nach dem Bekohlen unserer Dampflok in Hasselfelde ging es dann hinunter nach Eisfelder Talmühle. Hier erreichten wir die Strecke der Harzquerbahn. Nun ging es über Sorge und Elend nach Drei Annen Hohne, dem Ausgangspunkt der Brockenbahn. Wir fuhren aber an diesem Tag direkt zurück nach Wernigerode.

Ein erlebnisreicher Tag ging mit unzähligen Eindrücken der Harzbahnen  gegen 19 Uhr zu Ende. Zum Gelingen dieses Tages hatten nicht nur das schöne Wetter und das freundliche Personal der HSB beigetragen. In unserem Zug wurden wir ständig durch die Freunde des Vereins "Freunde der Selketalbahn e.V." gastronomisch betreut.

Für Mittwoch, den 7.September, war ursprünglich eine Exkursion nach Magdeburg mit Schiffsfahrt auf der Elbe und dem Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg im Programm vorgesehen. Doch das schöne Sommerwetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Es war ganz einfach zu wenig Wasser in der Elbe, so dass das Schiff nicht fahren konnte. Am vorhergehenden Montag, gegen 8 Uhr, kam die Absage durch den Schiffseigner. Nun galt es ein geeignetes Ersatzprogramm zu organisieren. Dank der Hilfe der Verantwortlichen der HSB konnte kurzfristig ein Sonderzug für eine Fahrt nach Nordhausen bereitgestellt werden.

So ging es nun am Mittwoch ab Wernigerode auf der Harzquerbahn über Drei Annen Hohne und Eisfelder Talmühle nach Nordhausen. Bespannt war der Zug natürlich wieder mit einer Dampflok. In Nordhausen konnten die Fahrtteilnehmer beobachten, wie die Nordhäuser Straßenbahn vom Bahnhofsvorplatz über ein Überführungsgleis auf die Strecke der HSB überging. Auf dem Streckenabschnitt Nordhausen bis  Ilfeld verkehren seit 2004 Straßenbahnen mit Hybridantrieb vom Typ Combino. Triebwagen der HSB fahren seitdem auch bis auf den Bahnhofsvorplatz.

Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Kongress-Teilnehmer am Donnerstag, den 8. September. Es ging  von Wernigerode mit dem historischen Traditionszug auf den Brocken. Der Zug, bestehend aus 4 historischen Wagen, wurde von der Lok 99 5901, Bauart Mallet, gezogen. Bei überraschend strahlendem Sonnenschein war diese Fahrt auf den höchsten Berg Norddeutschlands natürlich ein besonderes – ein seltenes - Erlebnis. Der zweistündige Aufenthalt wurde von den Teilnehmern zu einem Rundgang genutzt. Die herrliche Fernsicht tat ein Übriges zum Gelingen des Tages.

Bedingt durch die Programmänderung am Mittwoch konnten die Kongressteilnehmer während der drei Tage mit den Dampfzügen das gesamte 140 km lange Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen bereisen.

Am Freitag, den 9. September kamen endlich die Straßenbahnfreunde auf ihre Kosten. Mit dem HEX ging es nach Halberstadt. Ein Triebwagen der Halberstädter Straßenbahn brachte die Fahrtteilnehmer ins Straßenbahndepot am Friedhof. Mit zwei historischen Triebwagen erfolgte anschließend eine Befahrung des gesamtem Straßenbahnnetzes in Halberstadt. Zurück im Depot konnten die abgestellten Fahrzeuge sowie die Werkstatt besichtigt werden. Dankend wurde der abschließende kleine Imbiss angenommen, bevor es wieder per Straßenbahn und HEX zurück nach Wernigerode ging.

Den Kongressabschluss bildete dann am Abend im Kongress-Hotel das traditionelle Festbankett.

Abschließend sei nochmals allen Verantwortlichen für die Durchführung des diesjährigen Kongresses in der schönen Stadt Wernigerode gedankt. Ein besonderer Dank gilt dabei den Mitarbeitern der HSB, die wesentlich zum Gelingen des Rahmenprogramms beigetragen haben.

Der Kongress 2017 wird vom 3. bis 8. September im niederländischen Groningen stattfinden. Details gibt es in Kürze hier auf "SMV aktuell".

 

Text: Peter Pohl
Fotos: Peter Pohl

 
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