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Dampfbahn-Route Sachsen

 

 
Gustav Kiesewetter
Nachruf

Am 10. Januar 2009 verstarb im Alter von 82 Jahren unerwartet Gustav Kiesewetter. Sein Leben stand ganz im Zeichen des Spruchs „Kleine Bahnen – ganz groß“. Nahezu 50 Jahre war sein berufliches Wirken mit der Herstellung von Modelleisenbahnen eng verbunden. Als Firmeninhaber, Betriebsleiter und Geschäftsführer erlebte der Diplomkaufmann alle Höhen und Tiefen der wechselvollen Geschichte seines Betriebes in mehreren Gesellschaftsordnungen. Nach Übernahme der 1941 gegründeten Firma Stärz & Co. konzentrierte sich Gustav Kiesewetter auf die Produktion von Kunststoffteilen für die Modelleisenbahn. Bis 1990 war das unter seiner Leitung stehende Werk Modellbahn Oybin im VEB Prefo Dresden bedeutender Zulieferer für die Firmen Piko Sonneberg. Berliner TT-Bahnen und Plasticart Werk Zwickau (ehemals Gützold). Zahlreiche Baugruppen für die Lok- und Wagenproduktion dieser Betriebe stammten aus dem Oybiner Betrieb. Ebenfalls zu seinem Verantwortungsbereich gehörte die Fertigung von Modellbahnwagen in der Produktionsstätte Dresden (ehemals Schicht). Besonders hervorheben muss man sein hohes persönliches Engagement bei der Entwicklung und Einführung neuer Technologien in der Modellbahnindustrie. Ob effektive Farbgebung oder die Einführung des Tampondrucks bei der Herstellung von Modelleisenbahnen, oft hatten die Oybiner „die Nase vorn“. Als „Chef“ war er bei seinen Mitarbeitern immer geachtet und beliebt. Sicherlich hat seine unkomplizierte und persönliche Art bei der Lösung anstehender Aufgaben zu seiner Beliebtheit beigetragen. Obwohl selber kein Modelleisenbahner, hatten die Modelleisenbahner in Gustav Kiesewetter immer einen verständnisvollen Partner gefunden. Ob bei der Realisierung manchens „Wunschmodells“, bei der Beschaffung von Einzelteilen oder bei der Unterstützung der DMV-Kleinserien, fast immer fand er eine Lösung. Sicherlich hatte er nach 1990 mit der wiedergewonnenen Selbstständigkeit manche Wünsche und Vorstellungen über die weitere Entwicklung seines Betriebes, nunmehr unter dem Namen „Sachsenmodelle“. Leider musste er aber bald erkennen, dass nun Andere das Sagen hatten. Wo diese Entwicklung hinführte, ist bekannt. Diese persönliche Enttäuschung hat sicherlich wesentlichen Anteil an seiner gebrochenen Gesundheit der letzten Jahre. Unbeschadet dessen konnte er aber auch feststellen, dass er zahlreiche Freunde hatte, die sein Lebenswerk zu schätzen wissen. Zu diesen zählen mit Sicherheit auch die Mitglieder der Sächsischen Modellbahner-Vereinigung.

Peter Pohl

  
 
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